Gönn dir Neues im eigenen Zuhause: KEM startet Rundum-Sorglos-Paket Sanierung

APRIL 2026: Neuer Sanierungsratgeber, Liste regionaler Handwerksbetriebe und kostenlose Energieberatung am 21. Mai in Bad Großpertholz Mit einem neuen Rundum-Sorglos-Paket begleitet die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal Hausbesitzer:innen in den sechs Mitgliedsgemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, St. Martin, Unserfrau-Altweitra und Weitra ab sofort durch ihre Sanierung — von der ersten Beratung über Förderungen bis zum heimischen Handwerksbetrieb, der umsetzt. Im Mittelpunkt steht ein neuer Flyer, der durch Gebäudesanierung Schritt für Schritt führt und erstmals alle relevanten Gewerke der Region übersichtlich auf einen Blick zeigt: Holzbau und Baumeister, Fenstertausch, Fassade und Vollwärmeschutz, Fliesenleger sowie Installateure. Der Folder liegt in den Mitgliedsgemeinden auf und ist hier zum Download verfügbar: Drei Schritte zum sanierten ZuhauseDas Paket folgt einer klaren Logik: Kostenlose Energieberatung als unabhängige Erstorientierung Information zu Finanzierung und Förderungen Planung und Umsetzung mit regionalen Handwerksbetrieben „Gönn dir Neues“ — Sanierung breiter gedachtUnter dem Motto „Gönn dir Neues in deinem eigenen Zuhause“ versteht das Paket Sanierung bewusst breiter als Heizungstausch und Dämmung: Wer ohnehin umbaut, kann Komfort und Sicherheit für spätere Lebensphasen gleich mitdenken — bodengleiche Dusche, schwellenlose Zugänge und bessere Beleuchtung. Auftakt: Energieberatungs-Halbtag am 21. Mai in Bad GroßpertholzErgänzend zum Folder lädt die KEM Lainsitztal zu einem Energieberatungs-Halbtag am Donnerstag, 21. Mai 2026, von 13:00 bis 17:00 Uhr ins Gemeindeamt Bad Großpertholz. Dort erhalten Bewohner:innen der sechs Mitgliedsgemeinden eine erste, kostenlose Einschätzung zu Sanierung, Heizungsumstellung und Fördermöglichkeiten von Energieberater Martin Zizka. „Mit dem Paket bündeln wir, was bisher verstreut war, und stärken zugleich unser regionales Handwerk. Wer im Lainsitztal saniert, soll wissen, an wen er sich wenden kann.“, so Modellregionsmanagerin Verena Litschauer. Eine Anmeldung ist bis 12. Mai 2026 bei…

Einladung Vortrag Spielzeugalarm 20.5.2026

Herzliche Einladung zum Vortrag Spielzeugalarm - welches und wieviel braucht mein Kind wirklich am 20.05.2026 in der Volksschule Moorbad Harbach. Bitte um Anmeldung bis 13.05. unter kem@gross.schoenau.at oder 02815/77270-14

Vortrag „Neue Arten im Garten“

Großschönau. Am 7.5.2026 lud die Klimawandel-Anpassungsmodellregion Lainsitztal zum Vortrag „Neue Arten im Garten – Vielfalt fördern, invasive Pflanzen vorbeugen“ nach Großschönau ein. Referentin und Regionalberaterin von Natur im Garten, Lena Karasek, informierte dabei über die Chancen vielfältiger Gartenbepflanzung sowie über den bewussten Umgang mit invasiven Pflanzenarten. Die Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich über die zunehmende Ausbreitung gebietsfremder Pflanzenarten und deren Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft zu informieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Gärten klimafit, naturnah und gleichzeitig pflegeleicht gestaltet werden können. Vielfältig bepflanzte Gärten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten auch wertvolle Lebensräume für Tiere und leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimawandelanpassung. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, dass sich manche Pflanzen stark ausbreiten und heimische Arten verdrängen können. Anschaulich erklärte Lena Karasek, welche Pflanzen problematisch werden können, welche naturnahen Alternativen sich anbieten und wie Gartenbesitzer:innen mit einfachen Maßnahmen die Artenvielfalt fördern können. Besonders deutlich wurde dabei, dass der Klimawandel die Ausbreitung invasiver Neophyten zusätzlich begünstigt. Höhere Temperaturen und veränderte Wetterbedingungen schaffen zunehmend ideale Voraussetzungen für diese Pflanzenarten, wodurch heimische Ökosysteme unter Druck geraten. „Es ist wichtig, frühzeitig über invasive Neophyten zu informieren und gemeinsam Maßnahmen zu setzen. Nur so können wir verhindern, dass sich problematische Arten weiter ausbreiten und langfristige Schäden verursachen. Das wird nicht das letzte Angebot zu diesem Thema gewesen sein, in den nächsten Jahren wollen wir das Thema verstärkt in der Kleinregion Lainsitztal aufgreifen.“, betont KLAR!-Managerin Verena Litschauer. Am Bild v.l. KLAR! Obfrau und BGM Elisabeth Wachter, Natur im Garten Beraterin Lena Karasek und KLAR!-Managerin Verena Litschauer

Klimatour durch das Lainsitztal

Am Freitag, dem 17. April 2026, fand die erste Regionstour der KLAR! und KEM Lainsitztal in der Kleinregion statt. Zahlreiche Gemeindevertreter:innen der sechs Gemeinden nutzten die Gelegenheit, sich über erfolgreiche Best-Practice-Beispiele in der Region in den Bereichen Klimawandelanpassung und Klimaschutz zu informieren. Start in Unserfrau-AltweitraDen Auftakt bildete ein Lokalaugenschein in Altweitra, bei der eine gemeindeeigene wiederaufgeforstete Waldfläche Richtung Ulrichs besichtigt wurden. Im Fokus stand die Anpassung der Waldbewirtschaftung an veränderte klimatische Bedingungen, insbesondere durch klimaresiliente Baumarten wie Schwarzerlen und Stieleichen. Weiter ging es nach WeitraIn Weitra wurden Projekte zur Verbesserung des Mikroklimas und Entlastung der Kanalisation vorgestellt. Dazu zählte das Gründach des Kindergartens Kalvarienberg und die Retentionsbecken mit Versickerungsmöglichkeit der anfallenden Regenwässer in der neuen Siedlung Reinprechtsfeld. Zudem wurde auch der neu gestaltete Straßenzug Mittergraben mit versickerungsfähigen Parkflächen besichtigt. Letzte Station GroßschönauNeben dem versiegelungsarmen Parkplatz vor dem Gemeindezentrum mit Gasthaus, Ärztin, Tourismusinformation und Volksschule widmete man sich in Großschönau dem Thema Trinkwasserversorgung, bei dem der Hochbehälter besucht wurde. Der siebente Besichtigungspunkt der Regionstour war das innovative Energiemanagementsystem in der Volksschule Großschönau. Als letzte Station wurde der Bauhof Großschönau, mit seiner Fassaden-Photovoltaik-Anlage besichtigt. Der gemeinsame Ausklang fand im Waldviertler Stüberl in Großschönau statt.

Workshop „Optimierung der Stromnutzung in Energiegemeinschaften“

Wir sind auf der Suche nach Teilnehmer:innen! Der Workshop ist zugleich die Einführung in eine weiterführende Anwendungsphase: Entscheiden Sie nach dem Workshop, ob Sie teilnehmen möchten – mit dem Ziel, den Strombezug im eigenen Haushalt mithilfe einer EEG-Statusanzeige zu optimieren.

Holzstammtisch am 12.3.2026

Unserfrau-Altweitra. Am 12. März 2026 fand im Dorfhaus Ulrichs bei Weitra der dritte Holzstammtisch der Waldwirtschaftsgemeinschaft (WWG) Weitra statt, der gemeinsam mit der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal organisiert wurde. Waldbetreuer Marcel Rauscher von der WWG Weitra gab den rund 45 interessierten Waldbesitzer:innen Einblicke in wichtige Grundlagen einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Ausgangspunkt jeder Maßnahme sei eine Analyse des bestehenden Bestandes und die Festlegung klarer waldbaulicher Ziele – etwa hinsichtlich Baumartenverteilung, Altersstruktur und Anpassung an den Klimawandel. Rauscher zeigte außerdem auf, wie durch gezielte waldbauliche Maßnahmen Kosten gesenkt und Risiken reduziert werden können. Durch gezielte Verkürzung der Umtriebszeit, Senkung der Erntekosten, Risikominimierung mithilfe von Baumartenvielfalt,  Durchforstung, Stammzahlreduktion, Förderung von Zukunftsbäumen sowie Naturverjüngung können Kosten gesenkt und gleichzeitig stabile Bestände aufgebaut werden. Auch eine gute Feinerschließung mit Rückegassen sowie rechtzeitige Kulturpflege spielen dabei eine zentrale Rolle. Zudem stellte Rauscher die Waldbetreuungsangebote der WWG Weitra vor – von waldbaulicher Beratung über verschiedene forstliche Dienstleistungen bis hin zur Einsatzplanung bei der Holzernte für Waldbesitzer:innen. Raphael Katzenschlager, Forstberater der BBK Krems und Waldbauer in Ulrichs, widmete sich im zweiten Teil des Abends der Bewirtschaftung von Laubholzbeständen. Dabei ging er auf die zunehmende Bedeutung von Laubholz im Zeichen des Klimawandels, zukünftige Entwicklungen der Baumartenanteile sowie die wirtschaftlichen Perspektiven verschiedener Baumarten ein. Angesichts zunehmender Schäden durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer gewinnen Laubbaumarten an Bedeutung. Während die Fichte künftig geringere Chancen hat, gelten insbesondere Stiel- und Traubeneiche als vielversprechende Baumarten im Waldviertel – vorausgesetzt Standort und Bewirtschaftung passen. Zudem betonte Katzenschlager, dass für die wirtschaftliche Nutzung vor allem die Erzeugung von hochwertigem Starkholz entscheidend ist. Dafür sind frühzeitige Pflegemaßnahmen wie Formschnitt, Astung, die Auswahl von Zukunftsbäumen und gezielte…

Projektauftakt Renaturierung Pertholzer Moor

Bad Großpertholz. Am 11. März 2026 fand die erste Auftaktbesprechung des Kernteams zum großen Renaturierungsprojekt im Pertholzer Moor in der Gemeinde Bad Großpertholz statt. Das Projekt wird durch eine 100-prozentige Förderung des Bundes aus dem Biodiversitätsfonds finanziert. Das rund 2,8 Hektar große Pertholzer Moor ist ein ökologisch wertvolles Hochmoor. Der Großteil der Fläche wird von einem standorttypischen Rotföhren-Moorwald geprägt. Dazwischen befinden sich kleinere offene und feuchte Bereiche mit Übergangs- und Schwingrasenmooren, die zahlreichen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten. Durch historische Eingriffe hat sich die hydrologische Situation des Moores jedoch deutlich verschlechtert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Entwässerungsgräben angelegt und Torf abgebaut, zunächst als Brenntorf und später für die Gewinnung von Heilpeloid. Entlang der Entwässerungsgräben sowie in den Randbereichen findet heute kaum noch Torfwachstum statt. Gleichzeitig beginnt sich der Torfkörper in Teilbereichen zunehmend und unumkehrbar zu zersetzen, wodurch typische Moorlebensräume an Ausdehnung verlieren. Neben dem Rückgang wertvoller Lebensräume gehen dadurch auch wichtige Ökosystemleistungen verloren. Intakte Moore speichern große Mengen an Kohlenstoff, tragen zur Klimaregulation bei und erfüllen eine bedeutende Funktion beim Wasserrückhalt und der natürlichen Filterung von Wasser. Ziel des Projekts ist es daher, durch gezielte Maßnahmen die Hydrologie des gesamten Moorkörpers zu stabilisieren und zu verbessern. Moorwachstum und Torfbildung sollen dadurch indirekt gefördert werden. Geplant ist der Einbau von 42 Lärchenspundwänden, mit denen bestehende Entwässerungsgräben deaktiviert und der Moorwasserspiegel dauerhaft angehoben werden soll. Ergänzend werden Geländeanpassungen in ehemaligen Abbaubereichen vorgenommen, um die Austrocknung und weitere Mineralisierung des verbliebenen Torfes zu stoppen und die Voraussetzungen für eine natürliche Regeneration zu verbessern. Langfristig soll dadurch wieder sekundäres Moorwachstum einsetzen, sodass sich standorttypische Moorlebensräume ausbreiten können. Gleichzeitig werden die Wasserspeicherfunktion…

Exkursion und Workshop Weiserflächen

Unserfrau-Altweitra. Im Rahmen der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal fand am 6. März eine Exkursion zu Wildverbissvergleichsflächen im Gemeindegebiet Unserfrau-Altweitra statt. Zahlreiche Waldbäuer:innen, Jäger:innen sowie Vertreter der Jagdorganisationen nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über das Zusammenspiel von Wald und Wild auszutauschen. Die erste Station führte zu einer sogenannten Weiserfläche am Waldgrundstück von Gemeinderat Christian Gruber (KG Heinrichs), die im Zuge der KLAR! vor ein paar Jahren errichtet wurde. Dort wurde in einem Gruppen-Workshopformat über zentrale Fragen zur Wald-Wild-Thematik diskutiert. Die Waldeigentümer – und bewirtschafter setzten sich mit der Frage auseinander, welche Maßnahmen sie selbst ergreifen können, um den Lebensraum für Reh- und anderes Schalenwild zu verbessern – etwa durch strukturreiche Waldränder, Durchforstung, Äsungsflächen/Wildacker/Wildwiese oder vielfältige Waldstrukturen im Wald. Die Gruppe der Jäger beschäftigte sich mit der Frage, welche Beiträge von jagdlicher Seite notwendig sind, damit Naturverjüngung besser aufkommen kann. Dabei wurden unter anderem die optimale Platzierung der Fütterung, Begrünung von Wegen, Standort der Hochstände, sowie eine gute Abstimmung mit den Waldbesitzern diskutiert. Im Anschluss führte die Exkursion weiter zu einer zweiten Weiserfläche nach Oberlembach, auf das Waldgrundstück von Forstwirtschaftsmeister und Jäger Josef Laier, der auch den Nachmittag leitete. Anhand der dortigen Vergleichsflächen wurde anschaulich gezeigt, wie sich der Wald mit und ohne Einfluss von Wildverbiss entwickelt und welche Baumarten sich an diesem Standort natürlich verjüngen können. Die Exkursion mit Workshop-Charakter zeigte einmal mehr, dass eine erfolgreiche Anpassung der Wälder an den Klimawandel nur im Zusammenspiel von Forstwirtschaft und Jagd gelingen kann. Kontrollflächen bieten dabei eine wichtige Grundlage, um Entwicklungen im Wald sichtbar zu machen und einen sachlichen Austausch zu ermöglichen. Besonders wertvoll war der offene Austausch zwischen Hegeringleiter:innen, Jäger:innen, Jagdausschussobmännern,…

Schulung in Großschönau: Nachhaltig einkaufen und umweltfreundlich reinigen im kommunalen Bereich

Großschönau. Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal veranstaltete am 2. März 2026 am Gemeindeamt Großschönau eine Schulung zur nachhaltigen Beschaffung und ökologischen Reinigung im kommunalen Bereich für ihre sechs Mitgliedsgemeinden. Stephan Schachinger vom Nachhaltigen Beschaffungsservice NÖ zeigte praxisnah auf, wie Gemeinden, Schulen und Kindergärten ihre Einkaufsentscheidungen nach ökologischen Kriterien ausrichten können. Dabei wurde erläutert, was nachhaltige Beschaffung im kommunalen Alltag konkret bedeutet: auf Qualität und Langlebigkeit zu setzen, regionale und umweltfreundliche Alternativen zu berücksichtigen sowie langfristig Ressourcen und Budget zu schonen. Doris Pfeiffer von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ verdeutlichte praxisnah, worauf es bei nachhaltiger Reinigung ankommt: Reinigungsmittel gezielt und umweltschonend einsetzen, deren Verbrauch reduzieren und stets auf eine korrekte Dosierung achten.