Erfolgreiches PV-Bürgerbeteiligungsmodell für Bauhof Wultschau

Sommer-Herbst 2025 in der Gemeinde Moorbad Harbach. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Energiezukunft wurde in der Gemeinde Moorbad Harbach gesetzt: Mit einem Sonnenbeteiligungsmodell am Bauhof in Wultschau konnten Bürgerinnen und Bürger direkt in regional erzeugten Sonnenstrom investieren und damit aktiv zur Energiewende beitragen. Gemeinsam mit der EVN wurde am Dach des Bauhofes eine moderne Photovoltaikanlage mit rund 137 kWp Leistung errichtet. Die Anlage umfasst insgesamt 301 Paneele und erzeugt künftig rund 135.000 kWh sauberen Sonnenstrom pro Jahr. Damit können etwa 42 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt und gleichzeitig rund 43 bis 63 Tonnen CO₂ jährlich eingespart werden. Ein Teil des erzeugten Stroms wird direkt für den Betrieb des Bauhofes genutzt. Das Besondere an diesem Projekt: Bürgerinnen und Bürger konnten sich direkt an der Anlage beteiligen. Über das EVN-Sonnenbeteiligungsmodell war es möglich, einzelne PV-Module zum Preis von 400 Euro pro Stück zu erwerben und an die EVN zu vermieten. Die Laufzeit beträgt 13 Jahre, die Verzinsung liegt bei 3 Prozent pro Jahr. Pro Person konnten maximal 20 Paneele erworben werden. Das Interesse an dem Projekt war sehr groß. Bereits kurz nach dem Start meldeten sich zahlreiche Interessierte aus der Gemeinde und der Region. Die verfügbaren Paneele waren rasch vergeben – ein starkes Zeichen dafür, dass nachhaltige Energieprojekte und regionale Beteiligungsmöglichkeiten in Moorbad Harbach auf große Zustimmung stoßen. Mit dem Sonnenbeteiligungsmodell profitiert die Gemeinde gleich mehrfach: Einerseits wird eine bisher ungenutzte Dachfläche sinnvoll genutzt, andererseits bleibt die Wertschöpfung in der Region und Bürgerinnen und Bürger können aktiv an der Energiewende teilnehmen. Nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit geht die Anlage schließlich ins Eigentum der Gemeinde über und liefert weiterhin umweltfreundlichen…

Vortrag „Widerstandsfähiger Feldfutteranbau“

Lainsitztal. Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal lud am 16. September 2025 gemeinsam mit der Bezirksbauernkammer Gmünd zu einem Informationsabend ins Gasthaus Stangel ein, bei dem DI Dr. Walter Starz von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein praxisnahe Einblicke zum widerstandsfähigen Feldfutteranbau unter den Bedingungen des Klimawandels gab. Dr. Starz präsentierte umfassende Strategien, um Feldfutter- und Grünlandbestände auf schwankende Witterungseinflüsse vorzubereiten. Dabei wurden sowohl Anbaustrategien und Artenwahl für ertragreiche Futterbestände als auch der gezielte Einsatz von Zwischenfrüchten thematisiert. Die Teilnehmer:innen zeigten reges Interesse und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen.Der Informationsabend wurde von der KLAR! Lainsitztal organisiert und im Rahmen des Klima- und Energiefonds gefördert. Der Vortrag wurde aufgezeichnet und kann auf YouTube nachgesehen werden. Aktuelle Angebote der KLAR! für Landwirte Aktuell bietet die KLAR! Lainsitztal zwei Initiativen speziell für Landwirt:innen an: Zum einen unterstützt die Region im Zeitraum Oktober bis November Bodenuntersuchungen und gewährt einen Zuschuss von jeweils 20 € für zwei Bodenproben je Betrieb mit Sitz in einer der sechs Kleinregions-Gemeinden.Zum anderen möchte die KLAR! den Austausch der Landwirt:innen fördern und hat dafür einen eigenen Stammtisch ins Leben gerufen. Interessierte können sich der eigens eingerichteten WhatsApp-Gruppe anschließen – bei Interesse bitte an KLAR!-Managerin Verena Litschauer (klar@gross.schoenau.at) wenden. Weitere Informationen finden Sie unter www.klar-lainsitztal.at. Präsentation: Download Video-Mitschnitt: Vortrag Widerstandsfähiger Feldfutteranbau - KLAR! Lainsitztal

KEM-Verein wählt neuen Vorstand

Bei der jüngsten Generalversammlung des Trägervereins der Klima- und Energiemodellregion Lainsitztal wurde ein neuer Vorstand bestellt. Jede Gemeinde der Kleinregion Lainsitztal entsendet einen Vertreter in den Vorstand des Vereins. Die Mitglieder bestätigten bewährte Kräfte und begrüßten auch ein neues Gesicht im Team. Den Vorsitz übernimmt weiterhin Obmann Klaus Stebal aus Großschönau, unterstützt von Obmann-Stellvertreter Hermann Hahn aus Bad Großpertholz. Die Schriftführung liegt in den Händen von Joachim Fischer aus Weitra, mit Herwig Krenn aus Unserfrau-Altweitra als Stellvertreter. Die Finanzen verwaltet Kassier Stefan Stangl aus St. Martin. Neu im Vorstand ist Kassier-Stellvertreter Gottfried Pfeiffer aus Moorbad Harbach. Mit diesem engagierten Team blickt der KEM-Verein zuversichtlich in die kommende Funktionsperiode. Gemeinsam mit den Mitgliedsgemeinden und Klima- und Energiemodellregionsmanagerin Verena Litschauer möchte man die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen. Ein zentrales Projekt bleibt die regionale Energiegemeinschaft Lainsitztal, die bereits über 500 teilnehmende Zählpunkte umfasst. Es wird dazu im Spätherbst eine Infoveranstaltung für Interessierte geben. Darüber hinaus widmen sich die Gemeinden in den nächsten zwei Jahren verstärkt dem Thema Leerstand, um langfristig nachhaltige Lösungen für ungenutzte Gebäude zu entwickeln. Ein geplanter Folder richtet sich speziell an junge Familien mit Neugeborenen, der alltagstaugliche Tipps, Ideen und DIY-Anleitungen für einen umweltbewussten Start ins Familienleben bereitstellen wird. Ergänzend dazu sind Vorträge geplant. Außerdem sind Infoveranstaltungen in Kooperation mit dem Reallabor Waldviertel zu den Themen PV-Strom einspeisen oder selbst nutzen, optimierte Hackschnitzelnutzung sowie bidirektionales Laden von Elektrofahrzeugen geplant. v.l. Hermann Hahn, Joachim Fischer, Klaus Stebal, Verena Litschauer (KEM-Managerin), Gottfried Pfeiffer, Stefan Stangl und Herwig Krenn

Neuer Vorstand der KLAR!-Lainsitztal startet durch

Lainsitztal. Der neue Vorstand der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR) Lainsitztal traf sich kürzlich zur ersten Arbeitssitzung. Dabei wurden die Maßnahmen für die nächsten Monate geplant. Wichtige Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit in der KLAR! Lainsitztal sind weiterhin die Themenbereiche klimafitte Landwirtschaft, klimafitte Forstwirtschaft, Biodiversität, Wassermanagement, Moor, Katastrophenschutz sowie Gesundheit im Klimawandel.„In den kommenden Monaten haben wir verschiedene Veranstaltungen geplant – sowohl für Landwirte (z.B. am 16. September in Heinrichs) und Forstwirte als auch für die breite Bevölkerung. Zusätzlich gibt es für Landwirte die Möglichkeit, einen Zuschuss für Bodenanalysen in Anspruch zu nehmen.“, so die Obfrau BGM Elisabeth Wachter. Der neu gewählte Vorstand mit dem Team des Sonnenplatzes Großschönau, rund um KLAR-Managerin Verena Litschauer, setzt sich zum Ziel, die Region an die Klimaerhitzung anzupassen und dahingehend bestmöglich zu gestalten. Jede Gemeinde der Kleinregion Lainsitztal entsendet einen Vertreter in den Vorstand der KLAR! Lainsitztal. Der aktuelle Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen: Obfrau Bgm. Elisabeth Wachter – Gemeinde Großschönau Obfrau-Stv. Vzbgm. Sigrid Holzweber – Gemeinde St.Martin Schriftführerin GfGR Ilse Lettl-Gansch  - Moorbad Harbach Schriftführerin-Stv. GR Franz Krauskopf – Weitra Kassier GR Hermann Hahn jun. – Gemeinde Bad Großpertholz Kassier-Stv. GfGR Fritz Clemens – Gemeinde Unserfrau-Atlweitra Am Bild von links: Kassier-Stv. GfGR Clemens Fritz (Gemeinde Unserfrau-Altweitra), Verena Litschauer (Managerin KEM Lainsitztal), Kassier GR Hermann Hahn jun. (Gemeinde Bad Großpertholz), Obfrau BGM Elisabeth Wachter (Großschönau), Schriftführerin-Stv. GR Franz Krauskopf (Weitra), Schriftführerin GfGR Ilse Lettl-Gansch (Moorbad Harbach) und Obfrau Stv.-Vzbgm. Sigrid Holzweber (St.Martin)

Carsharing – Ihre Meinung zählt!

Elektromobilität kann CarSharing nicht nur nachhaltiger, sondern auch günstiger für alle zu machen. Doch: Wie müssen solche Angebote gestaltet sein, damit sie langfristig genutzt werden? Welche Aspekte sind Ihnen besonders wichtig? Jetzt sind Sie gefragt!Gestalten Sie die Mobilität von morgen – machen Sie mit bei der Umfrage im Forschungsprojekt CleanBEVSharing, wo der Sonnenplatz Großschönau Partner ist, und sagen Sie, was Sie bewegt! 📝 Hier geht’s zur Umfrage: https://forms.zohopublic.eu/reisenbauersolutions/form/CleanBEVSharingFragebogen/formperma/jRcCJqjHzOkqOlg3NnuN8NvN1xSS26-ddFl3LeIQgN8?referrername=sonnenplatz Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier: https://powerhub.at/index.php/clean-bev-sharing/

Informationsplattform kleinwind.online

Mit dem Leitprojekt „SmallWind4Market“ wurde ein wichtiger Beitrag geleistet, um das Thema Kleinwindkraft in Österreich stärker ins Bewusstsein zu rücken und konkrete Umsetzungen zu ermöglichen. Ausgangssituation war, dass Kleinwindkraftanlagen zwar technisch immer ausgereifter sind, in der Praxis aber bislang kaum verbreitet sind. Gründe dafür sind unter anderem fehlende Informationen, Unsicherheiten bei Genehmigungsverfahren sowie mangelnde Erfahrungswerte. Genau hier setzte das Projekt an. Ziel war es, Kleinwindkraft greifbar zu machen und anhand konkreter Beispiele zu zeigen, dass diese Technologie funktioniert. Im Rahmen des Projekts wurden mehrere Kleinwindkraftanlagen begleitet, Machbarkeitsanalysen durchgeführt und Genehmigungsverfahren unterstützt. Gleichzeitig wurden Best-Practice-Beispiele dokumentiert, um zukünftigen Projektwerberinnen und Projektwerbern eine Orientierung zu bieten. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Plattform „kleinwind.online“. Diese stellt eine österreichweite, unabhängige Informations- und Austauschplattform für Kleinwindkraft dar. Sie richtet sich an Gemeinden, Betriebe sowie Privatpersonen, die sich für Kleinwindkraft interessieren oder ein konkretes Projekt umsetzen möchten. Auf der Website finden sich unter anderem: Informationen zu verschiedenen Kleinwindkraftanlagen und Herstellern geprüfte Unterlagen für Genehmigungsverfahren Checklisten und Leitfäden zur Planung und Umsetzung aufgezeichnete Vorträge und Webinare Best-Practice-Beispiele und Erfahrungsberichte von AnlagenbetreiberInnen (laufend in Ergänzung) -> ein Login ist notwendig! Im Rahmen des Leitprojekts wurden zudem zahlreiche Informationsveranstaltungen, Sprechtage und Beratungen durchgeführt. Insgesamt konnten über 20 Machbarkeitsanalysen erstellt und mehrere konkrete Projekte initiiert werden, von denen bereits erste Anlagen erfolgreich umgesetzt wurden. Das Leitprojekt zeigt, dass Kleinwindkraft, richtig geplant und umgesetzt, eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden erneuerbaren Energielösungen darstellen kann. Gleichzeitig wurde mit der Plattform ein nachhaltiges Werkzeug geschaffen, das auch über das Projektende hinaus zur Verfügung steht und laufend weiterentwickelt wird.

PV-Freiflächenanlage Weitra: Erweiterung bei der Verbandskläranlage umgesetzt

Im Jahr 2025 wurde bei der Verbandskläranlage des Abwasserverbands Lainsitz Mitte in Weitra die bestehende Photovoltaik-Anlage mit einer 50kWp Freiflächenanlage erweitert und damit ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung gesetzt. Mit einer Investition von rund 80.000 Euro konnte die bestehende PV-Anlage sinnvoll ergänzt werden. Anders als bei klassischen Projekten auf Dachflächen wurde hier bewusst eine Freifläche genutzt, um zusätzliche Kapazitäten für die Stromerzeugung zu schaffen. Da nahezu 100 % der erzeugten Energie direkt vor Ort verbraucht werden, lohnt sich eine PV-Anlage besonders. Ziel ist es, die Betriebskosten der Anlage zu senken und diesen wirtschaftlichen Vorteil an die Gemeinden und deren Bürger weiterzugeben. Das Projekt zeigt, dass Freiflächenanlagen eine sinnvolle Ergänzung zu Dachanlagen darstellen können – insbesondere dort, wo geeignete Flächen verfügbar sind und keine Nutzungskonflikte bestehen. Die Umsetzung in Weitra kann somit als gelungenes Beispiel für eine Form der PV-Nutzung gesehen werden. Insgesamt leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und unterstreicht das Potenzial von Photovoltaik auch abseits klassischer Dachlösungen. v.l. BGM Patrick Layr, BGM Otmar Kowar, Bauhofmitarbeiter Stefan Malina und Martin Preisinger (RLH)© Stadtgemeinde Weitra

Gemeinden setzen auf elektrische Arbeitsgeräte

Lainsitztal. Die sechs Gemeinden der Kleinregion Lainsitztal investierten mit Unterstützung des Klima- und Energiefonds in elektrisch betriebene Arbeitsgeräte. Seit 2010 engagiert sich die Kleinregion Lainsitztal als Klima- und Energiemodellregion (KEM) aktiv für den kommunalen Klimaschutz und setzt laufend entsprechende Maßnahmen um. Im Rahmen einer Investitionsförderung des Klima- und Energiefonds für KEMs stand ein Budget speziell für die Anschaffung von elektrisch betriebenen Arbeitsgeräten zur Verfügung. Die Förderung zielt darauf ab, durch mehr Energieeffizienz und den Verzicht auf fossile Energieträger einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu setzen. Die sechs Mitgliedsgemeinden nutzten dieses Angebot und investierten in unterschiedliche elektrisch betriebene Geräte samt Zubehör für ihre Bauhöfe. Darunter befinden sich beispielsweise elektrische Hochentaster, Heißwasserhochdruckreiniger, Kehrbürsten, Freischneider, Radialbesen, Geschwindigkeitsanzeigetafeln sowie Rasenmähroboter. Durch diese Investitionen konnte eine regionale Wertschöpfung von über 35.000 Euro generiert werden – ein Drittel der Kosten wird dabei vom Klima- und Energiefonds getragen. „Diese Unterstützung hilft uns, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern aktiv voranzutreiben. Gleichzeitig stärken wir durch diese Investitionen die regionale Wirtschaft und profitieren von qualifizierten Fachkräften vor Ort, die uns bei Wartung und Reparaturen zur Seite stehen“, erklärt der Obmann der KEM Lainsitztal, gfGR Klaus Stebal. Im Bild v.l.: KEM Managerin Verena Litschauer, BGM Patrick Layr, StR Wolfgang Walter sowie die Bauhofmitarbeiter von Weitra

Zuschuss Bodenanalysen

Aktion Herbst 2025: Zur Anleitung und zum Probeformular: Bodenanalysen & Düngung nach Albrecht / Kinsey / Dominik Christophel - Humusbewegung.at Aktion Frühling 2025: Zur Anleitung und zum Probeformular: Bodenanalysen & Düngung nach Albrecht / Kinsey / Dominik Christophel - Humusbewegung.at