Lainsitztal ist Vorreiter bei Sonnenstrom!

Lainsitztal. Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal liegt beim Photovoltaik Ausbau an der Spitze aller 27 Klima- und Energiemodellregionen in NÖ. In NÖ setzen 27 Klima- und Energiemodellregionen Klimaschutzprojekte um. Dabei steht die 100-prozentige Versorgung mit erneuerbarer Energie im Vordergrund. Ein gemeinsames Zwischenziel 2030 haben alle NÖ Gemeinden: 2.000 Watt Photovoltaik-Anlagen Leistung pro Einwohner zu erreichen. Lainsitztal an der Spitze Seit 2010 werden in den sechs Gemeinden der KEM Lainsitztal, Bad Großpertholz, Großschönau,St. Martin, Moorbad Harbach, Unserfrau-Altweitra und Weitra unterschiedlichste Maßnahmen gesetzt, um dem Ziel von 100% erneuerbarer Energie näher zu kommen – mit Erfolg! Mit 700 Watt pro Einwohner liegen die Lainsitztalgemeinden derzeit an der Spitze aller KEM Regionen in NÖ. Jeder neunte Haushalt verfügt bei uns über eine Anlage, die aus Sonnenlicht elektrische Energie erzeugt. Wir sind sehr gut am Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Die sechs Gemeinden der Region haben sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 ihren gesamten Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen zu decken. Die Photovoltaik wird dabei eine besonders wichtige Rolle spielen. Bis 2030 soll die Stromproduktion auf den bisherigen Verbrauch von ca. 40 GWh im Jahr gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Ausbaugeschwindigkeit bis 2030 kontinuierlich gesteigert werden. Jedes „Sonnendach“ ist ein Beitrag zur Energieautonomie der Region, aber auch zur ganz persönlichen Energieautonomie jedes Haushalts. KEM Managerin Verena Litschauer "Unser vorrangiges Ziel ist es, unsere Region bis in das Jahr 2030 energie-autark in der Jahresbilanz zu machen. Die Gemeinden sind genauso gefordert wie jede und jeder Einzelne." Bürgerbeteiligungsmodell wird weitergeführt Neben der eigenen Dachnutzung gibt es auch weiterhin ein Dachflächenmodell, wo andere Bürger in die Errichtung einer…

Gemeindeworkshop Katastrophenschutz

Um für den Betrieb der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur sowie der Kommunikation bei einem längeren Stromausfall vorbereitet zu sein, trafen sich Bürgermeister, Vertreter der Feuerwehren und Gemeindebedienstete der KLAR! Gemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, St. Martin und Unserfrau-Altweitra am 2. November im Dorfhaus von Altweitra. Erarbeitet wurde, welche kritischen Infrastrukturen für die Ver- und Entsorgung (Wasser, Abwasser) in den jeweiligen Gemeinden an welchem Ort vorhanden sind, für welche Ortsteile die einzelnen Anlagen arbeiten, wer derzeit verantwortlich ist und wie im Ernstfall der Betrieb personell und versorgungstechnisch aufrecht erhalten werden kann. Auch die geordnete Informationsweitergabe an die Bevölkerung, die Notwendigkeit der Versorgung Bedürftiger und die Treibstoffsicherung für Aggregate zur Notstromversorgung wurden erarbeitet. Dietmar Wurzer vom NÖ Zivilschutzverband referierte einleitend und stand dabei als Experte beratend zur Seite. Er führte aus, dass die Eigenvorsorge und Bevorratung durch die Bevölkerung ein zentrales Element ist und nicht durch Gemeinden, Feuerwehren oder andere Hilfsorganisationen ersetzt werden könne.

Energie bald aus der Gemeinschaft

Kleinregion rückt Vision einer Energiegemeinschaft wieder ein Stück näher, bei Aufbau wird viel gelernt. Energie, Klima und Umwelt: Das sind Themen, auf die besonders in Großschönau und auch in der Kleinregion Lainsitztal großer Wert gelegt wird. Wie berichtet, entsteht eine „Energiegemeinschaft Lainsitztal“ – die konstituierende Sitzung erfolgte vor Kurzem. Vorrangiges Ziel sei, dass der hier produzierte Strom auch hier verwendet werden kann, erklärt Großschönaus Bürgermeister Martin Bruckner (ÖVP): „Wir werden unsere Energiegemeinschaft in mehreren Schritten umsetzen, wollen erst lernen und dann Stück für Stück erweitern.“ Die erste Phase beinhaltet einen Probelauf in Großschönau. „Wenn hier alles problemlos läuft, dann gibt es eine Testphase mit allen Gemeinden der Kleinregion Lainsitztal. Und wenn dann alle sechs Gemeinden damit zurechtkommen, können sich auch die Bürger und Unternehmer an der Gemeinschaft beteiligen“, erklärt Bruckner. Frühestens Mitte 2023 soll dieses System auf alle Gemeinden der Kleinregion ausgerollt werden. „Bis dahin könnte sich der Strompreis auch wieder etwas reguliert haben. Denn mit den derzeit extrem hohen Energiepreisen kann keine Energiegemeinschaft etwas gewinnen“, sagt er: „Wir produzieren in unserer Region pro Jahr sechs Megawattstunden Strom mit Photovoltaik und Wasserkraft selber, verbrauchen aber jährlich 40 Megawattstunden. Da ist noch viel Luft nach oben und es fließt sehr viel Geld aus der Region.“ Großschönau selbst konnte zuletzt wieder einen großen Erfolg verbuchen: Im e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden gelang eine Rezertifizierung – trotz verschärfter Bewertungskriterien. Die Auszeichnung ist die „Champions League“ energieeffizienter Gemeinden. Quelle: NÖN, Karin Pollak

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von links: Maria Grübl (KEM Lainsitztal) und die Gewinnerinnen der Hauptpreise Ulrike Thaler, Elisabeth Stiedl und Sarah Riegler

Mit dem Fahrrad zum Match

Großschönau. Am 8.10.2022 kamen bei traumhaftem Herbstwetter zahlreiche Spieler und Zuschauer mit dem Rad zum Fußballmatch des USV Großschönau.  Jeder Radfahrer bekam von der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal ein kleines Geschenk und es wurden 3 Hauptpreise verlost. Ziel der KEM-Aktion war es, einen Anreiz und auch ein Umdenken zu schaffen, das Auto stehen zu lassen und dafür mit dem Rad kurze Wege zurückzulegen. Das Projekt wurde in Kooperation zwischen der KEM Lainsitztal und dem USV Großschönau organisiert. von links: Maria Grübl (KEM Lainsitztal) und die Gewinnerinnen der Hauptpreise Ulrike Thaler, Elisabeth Stiedl und Sarah Riegler

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Bürgermeister Peter Höbarth in einem der beiden Retentionsbecken, die für die neuen Siedlungsgebiete in St. Martin derzeit errichtet werden. © Pollak

Infrastruktur samt Retentionsbecken: 650.000 Euro für neues Bauland

St. Martin investiert für 14 neue Bauplätze und Dorfzentrum 650.000 Euro in Infrastruktur samt zwei Retentionsbecken. Neues Bauland zu schaffen ist für Gemeinden oft nicht ganz einfach. Das betrifft aktuell auch St. Martin: Derzeit müssen für 14 neue Bauplätze 650.000 Euro inklusive Kanal investiert werden. Damit werden im Siedlungsgebiet in der Reitgrabenstraße und am geplanten Dorfzentrum zwei Retentionsbecken errichtet. „Diese Regenwasser-Rückhaltesysteme wurden für die Widmung der Bauplätze vorgeschrieben, damit Regenwasser nicht direkt in die Lainsitz fließt“, sagt ÖVP-Bürgermeister Peter Höbarth. Dadurch hätten sich die Planungen für die neuen Siedlungsgebiete verzögert und verteuert – auch wenn es Förderungen gibt. In der Reitgrabenstraße wird ein Becken in der Größe von 1.135m², das 1.862m³ Regenwasser fassen kann, nach Plänen vom Planungsbüro Henninger & Partner errichtet. Bereits abgeschlossen sind die erforderlichen Steinschlichtungen entlang der Bergseite und im möglichen Überflutungsbereich. Tümpel für die Amphibien, Ansitzbäume für Vögel Im Becken selbst muss noch für eine Drainage mit einem halben Meter hohen Schotterkern, einem Vlies und einer Humusschichte zur Reinigung des Regenwassers gesorgt werden. „Wir haben außerdem eine Tümpelanlage zu schaffen. Hier muss immer Wasser vorhanden sein, damit die Amphibien einen optimalen Lebensraum vorfinden. Am Beckenrand werden Ansitzbäume für die Vögel angebracht“, erklärt Höbarth. Dieses Becken wurde für eine mögliche Erweiterung des Baulandes konzipiert. Ein zweites Rückhaltebecken in dieser Ausführung, aber nur in einer Größe von 475 Quadratmetern, entsteht im Bereich des geplanten Dorfplatzes. Von den Rückhaltebecken wird das gereinigte Regenwasser durch Rohre kontrolliert in die Lainsitz geleitet. Dazu wird eine rund 275 Meter lange Rohrleitung verlegt. Im neuen Siedlungsgebiet in Langfeld geht man ganz neue Wege: „Durch das steile Gelände und die weiter entfernt gelegene…

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Herbert Greisberger, e5-Programmleiterin NÖ Monika Panek, Energiegemeinderat Klaus Stebal, Bürgermeister Martin Bruckner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stv. Stephan Pernkopf und Vizebürgermeister Martin Hackl (v.l.); ©: NLK Pfeiffer

Großschönau unter Top drei Gemeinden

Die Marktgemeinde Großschönau liegt bei der Energieeffizienz in Österreich und international im Spitzenfeld. GROSSSCHÖNAU. Das e5-Landesprogramm ist die "Champions League" der energieeffizienten Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, der Nutzung Erneuerbarer Energie und zum Klimaschutz zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Im Frühjahr 2022 nahm die Marktgemeinde Großschönau an der Rezertifizierung teil. Trotz verschärften Bewertungskriterien konnte die Marktgemeinde Großschönau erneut fünf "e" erreichen und das Ergebnis im Vergleich zur letzten Evaluierung mit 85% Umsetzungsgrad sogar verbessern. Bürgermeister Martin Bruckner, welcher gemeinsam mit Vizebürgermeister Martin Hackl und Energiegemeinderat Klaus Stebal am niederösterreichischen Energie- & Umweltgemeindetag am 16. September die Auszeichnung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner entgegennahm, zeigt sich erfreut: "Energieeffizienz und Klimaschutz spielen in Großschönau seit Jahrzehnten eine wesentliche Rolle. Die Zertifizierung mit fünf 'e' ist das Ergebnis von harter Arbeit und wir als Großschönauer können von den umgesetzten Maßnahmen besonders profitieren." Das würden auch die Bürger in der Geldbörse spüren. Hoffnung auf Gold Durch jahrelange konsequente Arbeit und zahlreiche engagierte Menschen, hat es Großschönau diesmal als einzige niederösterreichische Gemeinde geschafft, fünf "e" zu erreichen und befindet sich auch österreichweit unter den Top drei Gemeinden. Mittlerweile werden alle gemeindeeigenen Gebäude erneuerbar beheizt und diese können auch, wie die Straßenbeleuchtung, mit Photovoltaik-Strom versorgt werden. Der Anteil erneuerbarer Wärme auf dem Gemeindegebiet beträgt schon über 90%. Ein dichtes Radwegenetz verbindet die umliegenden Gemeinden mit dem Hauptort Großschönau und darüber hinaus wird an einem regionalen Radwegenetz gearbeitet. Für eine nachhaltige Mobilität stehen zahlreiche e-Ladestellen sowie ein e-Bike-Verleih zur Verfügung. Ende Oktober findet in Luxemburg die Ehrung der besten europäischen Gemeinden statt. Großschönau darf sich Hoffnungen machen,…

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© Alexander Haiden

Tipps & Tricks für einen pflegeleichten, klimafitten und artenreichen Garten:

Grünflächen sorgen für ein kühleres Gartenklima als Steine, Kies, Beton oder Asphalt.Wildblumenwiesen sind eine praktische Alternative zu arbeitsintensiven Grünflächen, weil man diese höchstens 2-3-mal pro Jahr mähen muss. Heimisches, regionales Wiesensaatgut und etwas Geduld sorgen dafür, dass man sich an einer üppigen Blumenpracht erfreuen kann.Eine weitere Alternative zu Rasenflächen sind pflegeleichte Beete mit genügsamen, trockenheits-verträglichen Stauden und Bodendeckern.Auch eine blühende Gartengrenze aus Sträuchern ist pflegeleicht und gibt Vögeln Lebensraum.Der Verzicht auf chemikalische Unkrautvernichtungs- und Insektenschutzmittel hilft auch unserer Gesundheit. Die Giftstoffe gelangen über den Boden ins Grundwasser und landen auf unserem Tisch.Seltenes, aber gründliches Gießen der Pflanzen lässt die Pflanzenwurzeln eher in die Tiefe als in die Breite wachsen. Dadurch werden unsere Pflanzen resistenter gegenüber Trockenperioden. Setzen Sie ein Zeichen mit Ihrer „Natur im Garten“-Plakette! Wenn Ihr Garten die wichtigsten Naturgarten-Kriterien erfüllt sind Sie mit dabei! Nähere Informationen © Alexander Haiden

Frischer Wind für Kleinwindkraft

Ein Forschungsprojekt soll die Kleinwindkraft direkt zu den Menschen bringen, die Akzeptanz für die Technologie steigern und Bedenken ausräumen. Großschönau ist Projektpartner und einer von ausgewählten Standorten, die demonstrieren sollen, dass Kleinwindanlagen eine gute Ergänzung zu Photovoltaik sein können. GROSSSCHÖNAU. Die Kleinwindkraft stellt neben der Photovoltaik (PV) eine der wenigen Möglichkeiten dar, in dicht besiedelten Gebieten und im privaten Bereich erneuerbare Energie zu erzeugen. Richtig etablieren konnte sie sich in Österreich bisher aber nicht. Denn einerseits ist das Bewusstsein für und das Wissen um die Technologie nach wie vor sehr gering, andererseits stellen die komplexe Standortbewertung sowie unübersichtliche Genehmigungsverfahren Hürden dar. Hinzu kommen die hohen Kosten, die im Durchschnitt doppelt so hoch sind wie bei Photovoltaik. Die Gemeinde Großschönau ist was Erneuerbare Energie betrifft bereits ein Vorreiter - so ist man unter anderem schon relativ stark mit PV-Anlagen ausgestattet. Als Partner im Forschungsprojekt "SmallWind4Cities" wird beim Sonnenplatz nun auch eine Kleinwindkraftanlage errichtet, konkret ein Modell "BlueOne" der Herstellerfirma BluePower. Ziel dieses Projektes ist es im Grunde, die Akzeptanz für Kleinwindkraft zu steigern und Vorbehalte bzw. Bedenken auszuräumen. Stimmungsbilder und Meinungen der Bevölkerung sollen erhoben, ein Standortbewertungsschema entwickelt und relevante Punkte für ein einheitliches Genehmigungsverfahren identifiziert werden. Gute Ergänzung zu PV "In Zeiten wie diesen ist jedes Kilowatt, das man regenerativ erzeugen kann, einiges wert. Kleinwindkraft steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen und es gibt auch noch kaum Berührungspunkte. Wir wollen demonstrieren, dass solche Anlagen nachbarschaftsverträglich sind und eine gute Ergänzung zu Photovoltaik sein können", erläutert Alexander Hirschl von der FH Technikum Wien, welche das Projekt, das über die nächsten zwei Jahre läuft und bereits seit einem Jahr in Vorbereitung war,…