Die richtige Wärmepumpe finden: Ein Leitfaden für Neubau und Sanierung

Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, dass die natürliche Wärme aus der Umgebung nutzt. Sie entzieht Energie aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser und „pumpt“ diese auf ein nutzbares Temperaturniveau für dein Zuhause.Der große Vorteil ist die Effizienz: Aus 1 Teil Strom werden 3 bis 4 Teile Wärme, weil die Wärmepumpe die vorhandene Umweltwärme nur verschiebt und nicht selbst erzeugt. Dadurch werden keine Rohstoffe verbrannt, es entstehen keine Abgase direkt am Haus und es fällt meist weniger Wartung an als bei klassischen Heizsystemen. Die verschiedenen Arten von Wärmepumpen Je nach Wärmequelle kommen unterschiedliche Systeme infrage. Manche nutzen die Außenluft, andere beziehen ihre Energie aus dem Erdreich oder dem Grundwasser. Erdreich-Wärmepumpe:Diese nutzt die konstante Wärme des Bodens. Dafür werden entweder horizontal verlegte Rohrleitungen (Flachkollektoren) oder vertikale Erdsonden-Bohrungen eingesetzt. Voraussetzung ist ausreichend Grundstücksfläche bzw. eine Bohrgenehmigung. Grundwasser-Wärmepumpe:Hier wird die Wärme direkt aus dem Grundwasser gewonnen – über einen Saug- und einen Schluckbrunnen. Dafür müssen Wasserqualität und -menge am Standort geeignet sein. Luft-Wärmepumpe:Diese Art nutzt die Umgebungsluft und ist besonders einfach zu installieren, weil keine Erdarbeiten nötig sind. Sie ist jedoch etwas weniger effizient und erzeugt beim Betrieb geringe Geräusche, auf die bei der Platzwahl geachtet werden sollte. Wärmepumpe bei einer Sanierung – wann ist sie besonders sinnvoll? Wenn ein Haus saniert wird, stehen oft Maßnahmen wie neue Fenster, Fassadendämmung oder modernisierte Heizflächen an. Genau diese Verbesserungen schaffen ideale Voraussetzungen für eine Wärmepumpe. Ein gut gedämmtes Gebäude verliert weniger Wärme, wodurch die Wärmepumpe deutlich effizienter arbeiten kann – bei angenehmem Raumklima und niedrigen Betriebskosten. Steht ohnehin ein Heizkesseltausch an, ist der Zeitpunkt perfekt, um auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Besonders bei älteren…

Energieeffizient Heizen mit Wärmepumpen auf der BIOEM 2025

Nachhaltiges Heizen wird immer wichtiger nicht nur wegen steigender Energiepreise, sondern auch, weil der Klimaschutz uns alle betrifft. Wärmepumpen zählen dabei zu den modernsten Heizlösungen, da sie Energie aus der Umwelt wie Luft, Erde oder Wasser nutzen und diese effizient für Heizung und Warmwasser einsetzen. Sie kommen ohne fossile Brennstoffe aus und leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Warum Wärmepumpen eine zukunftssichere Lösung sind Wärmepumpen gelten als besonders energieeffizient, da sie mehr Wärme erzeugen, als sie an elektrischer Energie verbrauchen. Dadurch eignen sie sich sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen und lassen sich ideal mit Photovoltaik-Anlagen kombinieren. In Österreich werden Wärmepumpen außerdem durch Förderungen unterstützt. BIOEM 2025 Die BIOEM 2025 findet von 19. bis 22. Juni 2025 in Großschönau in Niederösterreich statt und zählt zu den bedeutendsten Messen für nachhaltiges Bauen, Wohnen und Energie in Österreich. Zahlreiche Aussteller präsentieren innovative Lösungen rund um erneuerbare Energien, energieeffiziente Gebäude und moderne Heizsysteme. An den Messeständen können sich Besucher:innen direkt vor Ort informieren und beraten lassen. Wärmepumpen-Aussteller auf der BIOEM 2025 Folgende Unternehmen mit Fokus Wärmepumpen und nachhaltige Energielösungen finden Sie auf der BIOEM 2025: EVN AG – Wärmepumpen, Energieberatung, Photovoltaik, Sanierung FIDA Installationen GmbH – Wärmepumpe, Wohnraumlüftung, Wand - und Fußbodenheizung, Kühlung Herz Energietechnik GmbH – Wärmepumpen, Holzvergaserkessel, Pelletsanlagen, Hackgutanlagen Weissinger Roland Installationen WRI GmbH – Photovoltaik und Luft-, Erdwärmepumpen Wisgrill GmbH – Wärmepumpen, Holzvergaserkessel, Pelletsanlagen, Hackgutanlagen Informieren Sie sich über aktuelle Technologien, stellen Sie Fragen direkt an Fachbetriebe und lernen Sie nachhaltige Lösungen für das eigene Zuhause kennen. Weitere Informationen unter: BIOEM - Messe für eine lebenswerte und sichere Zukunft

Austauschtreffen für Fernwärmenetzbetreiber im Lainsitztal

Die KEM lud am 17.04.24 alle Fernwärmenetzbetreiber:innen des Lainsitztals zu einem Austauschtreffen nach Großschönau ein. Am Programm stand der Austausch am Beispiel FWG Großschönau, bei dem die Themen Kessel und Puffer, Netz, Steuerung und Visualisierung besprochen und diskutiert worden sind. Planer und Berater der Anlage Großschönau Dipl.-Ing. Johannes Scherney und Genossenschaftsmitglied sowie technischer Ansprechpartner Christian Hipp informierten die interessierten Gästen und teilten ihre Erfahrungen.

Sanierung und Heizungstausch: Infoabend in Weitra

Weitra. Am 27. Februar 2024 folgten mehr als 100 Interessierte der Einladung der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Lainsitztal zur Informationsveranstaltung „Sanierung und Heizungstausch“ nach Weitra. Im Anschluss wurde ein in der Sanierung befindliches Einfamilienhaus besichtigt. In zahlreichen Haushalten sprengen die Energie- und Stromkosten die Haushaltsbudgets. Thermische Gebäudesanierungen und der Tausch des Heizkessels können dabei helfen, langfristig Energie und Kosten zu sparen. Am 27. Februar 2024 informierte Energieberater Martin Zizka umfassend zur thermischen Sanierung, den Heizkesseltausch und die aktuellen Fördermöglichkeiten durch Bund und Land im vollbesetzten Rathaussaal Weitra. Mehr als 100 Interessierte nutzten die kostenlose Gelegenheit, um einen Überblick über die Möglichkeiten zur Althausmodernisierung zu erhalten. Im Anschluss wurde ein in der Sanierung befindliches Einfamilienhaus gemäß klima:aktiv-Standard, welches u.a. mit ökologischem Material gedämmt wurde, besichtigt. Es ist wichtig, jetzt schon an den nächsten Winter zu denken und sich über mögliche Maßnahmen und Fördermöglichkeiten zu informieren. Mit den erhöhten Förderungen sind thermische Sanierungsmaßnahmen in den eigenen vier Wänden so attraktiv wie nie zuvor.“, so KEM-Managerin Verena Litschauer. So gut gefördert wie nie Der Heizungssektor ist ein zentraler Hebel im Klimaschutz. Deshalb erhöhte das Klimaschutzministerium (BMK) mit Jänner 2024 die Förderungen für den Tausch fossiler Heizungen und die Sanierungen massiv. Mit dem Erneuerbaren-Wärme-Paket sollen möglichst rasch viele fossile Heizungen getauscht werden. Die zentralen Eckpunkte des neu geschnürten Förderungspaketes sind deutlich höhere Förderungen für den Heizungstausch von bis zu 100 Prozent durch Bundesförderungen sowie eine Verdreifachung der Förderungspauschale des Bundes für die thermische Gebäudesanierung.Quelle: Auszug Website BMK: https://www.umweltfoerderung.at/privatpersonen/raus-aus-oel-und-gas https://www.youtube.com/watch?v=4jf5tsMqXyI

Eröffnung der Nahwärmeanlage Kalvarienberg 03.11.2023

Nach nur 4 Monaten Bauzeit konnte die neue Nahwärmeanlage Kalvarienberg in Betrieb genommen werden. Zukünftig werden die Volkschule mit dem angeschlossenen Hallenbad und der Kindergarten Kalvarienberg mit umweltfreundlicher Nahwärme versorgt. Nach der Ausschreibung und den Planungsarbeiten im Frühjahr erfolgte der Baustart Mitte Mai. Nach einer intensiven Bauzeit konnte bereits Mitte September der Probebetrieb gestartet werden. Errichtet wurde die Nahwärmeanlage hinter dem Parkplatz der Volksschule mit zwei Hackgutkesseln. Die Kessel leisten je 199kW und versorgen über einen 12.000L Pufferspeicher das Nahwärmenetz, welches vorerst zur Volkschule und zum Kindergarten Kalvarienberg führt. In den nächsten Jahren sollen sukzessive weitere kommunale Gebäude an das Netz angeschlossen werden. Das Hackgutlager verfügt über eine Kapazität von bis zu 1.000 Schüttraummeter Hackgut. Der nachhaltige Brennstoff wird zum Teil von den eigenen Gemeindewäldern bezogen, der Rest von Landwirten aus der Region.  Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,3 Mio. Euro, davon werden rund 750 Tsd. Euro durch Förderungen aus Mitteln der Umweltförderung des BMK, des kommunalen Investitionspaketes und des Schul- und Kindergartenfonds des Land NÖ abgedeckt. Nach Abzug aller Förderungen bleiben Baukosten für die Stadtgemeinde Weitra in der Höhe von rund 580 Tsd. Euro inkl. Mwst. Nachhaltig ist das Projekt aus mehreren Gesichtspunkten. Die Versickerung des anfallenden Regenwassers erfolgt zu 100% vor Ort über Sickerbecken und Schächte. Die Dachflächen wurden zusätzlich mit einer PV-Anlage ausgestattet.  Bei der Eröffnung dankte der Bürgermeister Patrick Layr den zuständigen Firmen für die Planung und Umsetzung in Rekordzeit, sowie dem Bauhof und der Verwaltung für die Unterstützung des Projektes. Ebenso dankte er auch den Mandataren der Stadtgemeinde Weitra. Das Projekt wurde von Anfang an von allen Fraktionen befürwortet. Der für das Projekt…

Gemeinsam raus aus dem Öl!

Keine Ölheizungen in gemeindeeigenen Gebäuden - das schaffen die 6 Gemeinden im Lainsitztal. Die 6 Gemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, St. Martin, Unserfrau-Altweitra und Weitra zeigen vor, wie Klimaschutz gehen kann. Alle haben eines gemeinsam: ihre gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen werden ohne Öl beheizt. Dafür zeichnete sie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Zuge der 36. BIOEM aus.  200 Haushalte sind raus aus Öl und Gas! Auch im privaten Bereich konnten durch das Rundum-Sorglos-Paket der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ ein sensationelles Ergebnis erreicht werden. Im Pilotprojekt von 2019-2022 wurden mehr als 50% der noch bestehenden fossilen Heizungen in privaten Haushalten auf erneuerbare Heizsysteme umgestellt. Die Pilotaktion lief außergewöhnlich gut und das gesetzte Ziel von 100 Umstellungen wurde weit übertroffen. Über200 Haushalte sind seit 2019 nun raus aus Öl und Gas. Das bedeutet Aufträge von etwa 3,5 Mio. Euro für die regionalen Installateure und Förderungen von rund 2 Mio. Euro für die Einwohner.innen im Lainsitztal. Sonderleistungen wie Pelletsgutscheine oder Rabatte bei Wärmepumpenherstellern waren dabei Anreize, um die in die Jahre gekommenen fossilen Heizungen auszutauschen. Einige Eckpunkte dieser Pilotaktion wurden übernommen und bereits auf das ganze Land NÖ ausgerollt. Eine gute Fördersituation von bis zu 10.500 Euro bzw. mit bis zu 100% der Kosten bei niedrigem Einkommen erleichtert weiterhin einen Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf Nah- oder Fernwärme, Pelletsheizung oder Wärmepumpe in NÖ. © Benjamin Wald © Walter Kellner, Bezirksblätter Gmünd Foto v.l.: Hermann Hahn (Bad Großpertholz), Roman Prager (Moorbad Harbach), Stefan Stangl (St. Martin), Peter Höbarth (St. Martin), Heimo Bürbaumer (eNu), LH Mikl-Leitner, Leopold Haneder (Firma Fröling), Markus Wandl (St.…

Neues Heizwerk für die Volksschule Weitra

Die Beheizung der Volkschule Weitra als Gebäude mit dem größten Energiebedarf stellt für die Stadtgemeinde schon seit längerer Zeit eine Herausforderung dar. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde nun ein wichtiger Grundsatzbeschluss gefasst: Eine Heizzentrale betrieben mit Hackgut soll künftig die Schule beheizen. WEITRA. Seit mehr als 20 Jahren wird die Volksschule Weitra mit Gas beheizt. Als Gebäude mit dem größten Wärmebedarf in der Stadtgemeinde Weitra (~ 250.000kWh) und aufgrund des Alters der Heizkessel, wurde schon seit längerem über Alternativen nachgedacht. Die Studie einer Fachfirma, welche bereits 2021 beauftragt wurde, kam zu dem Fazit, dass eine Heizzentrale betrieben mit Hackgut die wirtschaftlichste Lösung für die Zukunft sei. Sofortiges Handeln notwendig Da im Gebäude der Volksschule kein Platz für eine derartige Anlage zur Verfügung steht, soll diese am Parkplatz der Volksschule in Richtung Kalvarienberg errichtet und über ein Nahwärmenetz die Volksschule und der Kindergarten Kalvarienberg versorgt werden. Eine Erweiterung zum Anschluss für weitere kommunale Gebäude wird in der Planung berücksichtigt. Aktuell wird von Kosten in der Höhe von rund 1 Million Euro ausgegangen, durch Förderungen und die derzeitigen Energiepreise soll sich die Investition laut Studie rasch bezahlt machen. In der Gemeinderatssitzung wurde der Grundsatzbeschluss für das Projekt gefasst. "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Kosten für die Beheizung der Gemeindegebäude mit Gas um das drei- bis fünffache steigen. Die Umsetzung für die Volksschule war ursprünglich mittelfristig angedacht, die enorme Erhöhung der Gaspreise macht jedoch ein sofortiges Handeln notwendig", so Bürgermeister Patrick Layr. Hackgut aus der Region Betrieben werden soll die Heizzentrale von der Gemeinde, das Hackgut wird von den gemeindeeigenen Wäldern und den Landwirten aus der Gemeinde bezogen werden. Ein…

Photovoltaik-Spitzenreiter: Lainsitztal am Weg zur Energieautarkie?

NÖN, Bezirk Gmünd, Anna Hohenbichler Das Lainsitztal ist seit 2010 Klima- und Energiemodellregion, seit 2021 eine Klimawandel-Anpassungsmodellregion – und gilt als Vorreiter in Sachen Klima und Energie. Bis 2030 will man energieautark werden. Das heißt vor allem: weg von fossilen Quellen beim Heizen und Strom vorwiegend aus eigener Produktion. In der Anfangszeit als KEM-Region wurde auf Basis von Energiedatenerhebungen auf Information und Bewusstseinsbildung gesetzt. Diese Grundlagenarbeit trage nun große Früchte und habe den Aktionen eine hohe Glaubwürdigkeit verschafft, sind sich KLAR-Obmann Martin Bruckner und KEM-Obmann Klaus Stebal einig: „Die Bürger haben nicht den Eindruck, dass ihnen etwas verkauft werden will.“ Nominierung als „KEM Projekt des Jahres“ Bisher seien, rechnet Stebal vor, 210 Heizungen umgestellt worden. Knapp dreieinhalb Millionen Euro sind demnach investiert worden, heuer gab es dafür eine Nominierung zum „KEM Projekt des Jahres“. Der Fokus liegt freilich auch am Photovoltaik-Ausbau: Es gibt ein Bürgerbeteiligungsmodell – und 37 installierte Anlagen, die das Lainsitztal ins NÖ-weite Spitzenfeld der PV-Eigenproduktion beförderten. Das Lainsitztal kommt auf 0,7 kWp pro Einwohner, landesweiter Durchschnitt sind 0,4. „Es geht darum, dass wir für Eigenheimbesitzer auch ein Modell haben, das sie nicht überfordert“, sagt Martin Bruckner. Und meint: In den vergangenen Monaten wurde es schwierig, zu PV-Anlagen zu kommen. Man habe Energieberater Markus Hödl aus Schrems und Elektriker aus der Region als Partner gewinnen können, um Privathaushalten die eigene Anlage zu ermöglichen. Der Elektriker könne sich dadurch um die Installation kümmern und verliere keine Zeit für Bürokratie. Bald soll es losgehen. Energiegemeinschaft: Schon viel gelernt Seit Februar wird wie berichtet in einer lokalen Energiegemeinschaft Stromproduktion und -verbrauch getestet, mit dabei sind aktuell ein Produzent und drei…