Bio- und Energiemesse in Großschönau

Es ist dieses besondere Gefühl, wenn neue Ideen auf echte Möglichkeiten treffen. Wenn man spürt: Hier entsteht Zukunft. Genau das macht die BIOEM aus. Von 4. bis 7. Juni 2026 wird das Waldviertel wieder zum Treffpunkt für alle, die nachhaltiges Bauen, innovative Energie und bewusstes Leben neu denken möchten. Rund 200 Aussteller zeigen, wie sich unsere Lebensräume verändern – und wie wir sie aktiv mitgestalten können. Doch die BIOEM ist mehr als eine Messe. Sie ist ein Erlebnis. Ein Ort, an dem Innovation auf Lebensqualität trifft, an dem Gespräche entstehen und Inspiration wächst. Sanieren ist das neue Bauen. Bestehendes neu denken, Ressourcen sinnvoll nutzen und Gebäude fit für die Zukunft machen – darum geht es auf der BIOEM. Moderne Energielösungen wie Photovoltaik, Wärmepumpen und intelligente Speichersysteme zeigen, wie nachhaltiges Leben heute funktioniert. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der nachhaltige Ressourcenmarktplatz der BIOEM: Er vernetzt Anbieter und Interessierte rund um Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Lösungen – und macht sichtbar, wie wertvoll bestehende Ressourcen für die Zukunft sind. Dazu wird es auch Workshops und Vorträge geben, die praxisnahe Einblicke und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten bieten. Sonderthema: Generationengerechtes Bauen & Sanieren Im Mittelpunkt steht der Mensch in allen Lebensphasen. Generationengerechtes Bauen bedeutet, Wohnräume so zu gestalten, dass sie flexibel, barrierearm und langfristig nutzbar bleiben. So entstehen Lebensräume, die Sicherheit, Komfort und Selbstbestimmung vereinen. Fokus: Regionale Energiesicherheit Die BIOEM zeigt, wie unabhängige und regionale Energieversorgung gelingen kann. Innovative Lösungen machen deutlich, wie Haushalte und Gemeinden ihre Energie selbst erzeugen, speichern und effizient nutzen können – ein wichtiger Schritt in eine sichere Zukunft. Klimafitter Wald 2.0 Auch der Wald als Lebensraum und Klimafaktor steht im Fokus. „Klimafitter Wald 2.0“ zeigt, wie nachhaltige Bewirtschaftung, widerstandsfähige…

Klimaschutz und Energiewende im Fokus der ersten gemeinsamen Regionstour

Am Freitag, dem 17. April 2026, fand die erste gemeinsame Regionstour der Klima- und Energiemodellregion (KEM) und der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal statt. Zahlreiche Gemeindevertreter der sechs Mitgliedsgemeinden nutzten die Gelegenheit, erfolgreiche Projekte aus den Bereichen Klimaschutz, erneuerbare Energie und Klimawandelanpassung direkt vor Ort kennenzulernen. Nahwärmeheizwerk Weitra Eine Station führte die Teilnehmer zum Nahwärmeheizwerk Kalvarienberg in Weitra. Die Anlage wurde innerhalb von nur vier Monaten Bauzeit errichtet und im Herbst 2023 in Betrieb genommen. Sie versorgt die Volksschule Weitra, das angeschlossene Hallenbad sowie den Kindergarten Kalvarienberg mit regional erzeugter, erneuerbarer Wärme. Die Energie wird durch zwei Hackgutkessel mit jeweils 199 kW Leistung bereitgestellt. Ein 12.000-Liter-Pufferspeicher sorgt für eine effiziente Wärmeversorgung. Das eingesetzte Hackgut stammt überwiegend aus regionaler Forstwirtschaft und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei. Durch die Umstellung auf Nahwärme können jährlich rund 70 Tonnen CO₂ sowie etwa 30.000 m³ Erdgas eingespart werden. Die Anlage ist zudem für eine spätere Erweiterung auf weitere kommunale Gebäude ausgelegt. Intelligentes Energiemanagement in der Volksschule Großschönau Ein weiterer Schwerpunkt der Regionstour war das innovative Energiemanagementsystem (EMS) in der Volksschule Großschönau. Das System vernetzt verschiedene Energieerzeuger, Speicher und Verbraucher und ermöglicht eine intelligente Steuerung des Energieeinsatzes im Gebäude. Durch die laufende Erfassung und Analyse von Energiedaten können Lastspitzen reduziert, Eigenverbrauchsanteile erhöht und Energiekosten gesenkt werden. Das EMS trägt damit wesentlich dazu bei, den Einsatz erneuerbarer Energie optimal zu nutzen und die Energieeffizienz kommunaler Gebäude nachhaltig zu steigern. Die Volksschule Großschönau zeigt damit beispielhaft, wie moderne digitale Technologien zur Unterstützung der Energiewende eingesetzt werden können. PV-Fassade und Stromspeicher beim Bauhof Großschönau Den Abschluss der Regionstour bildete die Besichtigung der Photovoltaik-Anlagen beim Bauhof Großschönau. Besonders beeindruckend ist die…

Effizienter Neubau: Das Dorfzentrum St. Martin

Mit dem neuen Dorfzentrum St. Martin ist ein moderner Mittelpunkt für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Gemeinde entstanden. Das Gebäude vereint Funktionalität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn und schafft einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen. Nachhaltige Energieversorgung und zukunftsorientiertes Gebäudekonzept Ein wesentlicher Bestandteil des nachhaltigen Konzepts des Dorfzentrums ist die Nutzung erneuerbarer Energie. Auf dem Gebäude wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30,96 kWp errichtet. Damit kann ein Teil des benötigten Strombedarfs direkt vor Ort durch Sonnenenergie gedeckt und der Anteil erneuerbarer Energie im Betrieb des Gebäudes erhöht werden. Ergänzend ist ein Stromspeicher mit einer Kapazität von 19,32 kWh und integrierter Notstromfunktion geplant. Der Speicher ermöglicht eine bessere Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms, erhöht die Energieeffizienz und verbessert gleichzeitig die Versorgungssicherheit. Im Falle eines Stromausfalls kann die Notstromfunktion einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung wesentlicher Einrichtungen leisten. Sicherheit für die Gemeinde Im Erdgeschoss des Dorfzentrums befindet sich die Freiwillige Feuerwehr St. Martin. Die modernen Räumlichkeiten erfüllen aktuelle Sicherheits- und Einsatzstandards und bieten optimale Voraussetzungen für den Bevölkerungsschutz. Die zentrale Lage ermöglicht kurze Einsatzwege und stärkt die Sicherheitsinfrastruktur der gesamten Gemeinde. Regionale Nahversorgung neu gedacht Direkt über der Feuerwehr befindet sich das Dorfg'schäft St. Martin – ein moderner Hybridmarkt, der traditionelle Nahversorgung mit innovativen Dienstleistungskonzepten verbindet. Besucherinnen und Besucher finden hier Lebensmittel, Produkte des täglichen Bedarfs und regionale Erzeugnisse unter einem Dach. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Regionalität: Kurze Lieferketten, die Zusammenarbeit mit regionalen Produzentinnen und Produzenten sowie ein wohnortnahes Einkaufsangebot tragen dazu bei, Transportwege zu reduzieren, die lokale Wirtschaft zu stärken und die regionale Wertschöpfung in der Gemeinde zu sichern. Das Dorfg'schäft verbindet nachhaltigen Konsum mit hoher Versorgungsqualität…

Symposium Energiewende am 25.11.2025

Symposium im Waldviertel: Reallabor und Nachhaltiger Ressourcenmarktplatz zeigen Wege zu einer flexiblen und menschengerechten Energiewende Sonnenplatz Großschönau, 25. November 2025 – Wie kann die Energiewende im Waldviertel gelingen – technisch, wirtschaftlich und sozial? Diese Frage stand im Zentrum des gemeinsamen Symposiums des Nachhaltigen Ressourcenmarktplatzes / Vereins TDW Großschönau und des Reallabors 100% Erneuerbares Waldviertel. Die Veranstaltung richtete sich gezielt an Anlagenerrichter und -betreiber aus den Bereichen Photovoltaik, Speichertechnologien und Energiemanagementsysteme (EMS) – jene Akteure also, die durch intelligente Optimierung vor dem Zählpunkt entscheidend zur regionalen Energiewende beitragen können. Bereits in der Einführung wurde die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit deutlich. Die Projektverantwortlichen stellten das Reallabor und den Ressourcenmarktplatz vor – zwei komplementäre Initiativen, die regionale Potenziale vernetzen und die Wertschöpfung im Waldviertel stärken sollen. Projektinitiator Martin Bruckner machte klar, welches wirtschaftliche Potenzial hier liegt: „Alleine im Waldviertel geben wir jährlich zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro für fossile Energie aus.Wenn wir uns vernetzen und gemeinsam handeln, liegt hier ein riesiges Marktpotenzial, das wir heben können.“Marc Albus meinte: „Wir wollen die Willigen verbinden“ – ein Leitmotiv, das den Charakter der Veranstaltung prägte. Projektmanager Marc Albus veranschaulichte im Anschluss, wie einfach die Komponenten und Software des Energiemanagementsystems aufgebaut sind, das als technische Basis im Reallabor eingesetzt wird. Sein Beitrag zeigte, dass komplexe Energiesysteme nutzerfreundlich gestaltet werden können, ohne an Funktionalität einzubüßen. Energieexperte Kurt Leonhartsberger widmete sich den energie- und netztechnischen Herausforderungen in Zeiten des rasanten PV-Ausbaus. Er betonte, dass Haushalte und Betriebe bereits heute wichtige Beiträge leisten können – etwa durch Batteriespeicher, Wärmepumpen oder E-Fahrzeuge – wenn diese vor dem Zählpunkt intelligent angesteuert werden. „Flexibilität und Transparenz sind der Schlüssel“, so Leonhartsberger. Intelligente EMS senken Lastspitzen, optimieren Eigenverbrauch, reduzieren Kosten und entlasten gleichzeitig das Netz. Ein weiterer Schwerpunkt lag…

Vortrag „Blackout-Vorsorge“

Vortrag: Ein Blackout geht alle an Lainsitztal. Am 22. November 2022 lud die KEM und KLAR! Lainsitztal zum Vortrag „Blackout Vorsorge“ in den Steinbrunnerhof nach Lauterbach ein. Der NÖ Zivilschutzverband und die Firma Neoom zeigten Wege auf, um schon heute für einen längeren Stromausfall gerüstet zu sein. Das Thema „Blackout“, also ein länger andauernder Stromausfall, ist derzeit in aller Munde. Viele Experten warnen davor, dass dieses Szenario jederzeit kommen könnte. Um die Bevölkerung zu informieren, wie man sich für den „Fall der Fälle“ selbst wappnen kann, veranstalteten die KLAR! und die KEM Lainsitztal gemeinsam diesen Informationsabend. Dietmar Wurzer vom NÖ Zivilschutzverband appellierte: „Jedes Krisenszenario lässt sich besser bewältigen, wenn der eigene Haushalt entsprechend vorbereitet ist. Eine gute Vorbereitung in den eigenen vier Wänden beginnt am besten jetzt, wenn alles funktioniert, und nicht erst dann, wenn bereits der Strom weg ist.“ Überlegungen in „Friedenszeiten“ machen im Ernstfall den Unterschied aus. Hat man Nahrung und Medikamente für 14 Tage im Haus, ist man gut aufgestellt. Die Veranstaltungsbesucher erfuhren, wie dieser Vorrat aussehen kann. Nachzulesen ist das auch auf der Homepage des NÖ Zivilschutzverbandes. Der zweite Teil des Abends war dem Thema „Maßnahmen zur Eigenstromversorgung“ gewidmet. Maximilian Wittmann, Produktmanager bei Neoom Group, zeigte auf wie Photovoltaikanlagen und Stromspeicher im Fall eines Stromausfalls eine Notversorgung im Inselbetrieb sichern können: „Mit einer Photovoltaikanlage und einem Speichersystem kann für den Ernstfall vorgesorgt werden. Bei einem Stromausfall trennt sich die Photovoltaikanlage automatisch vom Netz. Um den erzeugten Strom nutzen zu können, wird ein geeigneter Stromspeicher und ein inselfähiger Wechselrichter benötigt. Im Inselbetrieb läuft die Anlage völlig unabhängig vom Netz und erzielt einen Autarkiegrad von fast 100…

Notfallresilienzsystem im Kommunalzentrum Großschönau

Im Gebäude der Volksschule Großschönau 120 ist die FTTH Datenleitungszentrale für die Gemeinden Großschönau, Bad Großpertholz und St. Martin angesiedelt. Außerdem befindet sich in diesem Gebäude die Zentrale des Heizwerks der FWG Fernwärmeversorgung der Gemeinde Großschönau. Das Ziel der Gemeinde Großschönau ist es, auch in Krisensituationen wie z.B. Blackout, für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Informationstechnik / Telekommunikation in den drei genannten Gemeinden, sowie der Nahwärmeversorgung in Großschönau zu sorgen. Durch eine 82 kWp große Photovoltaik-Anlage samt Stromspeicher (122 kWh) und Notstromfunktion wird ein unterbrechungsfreier Betrieb dieser regional wichtigen systemrelevanten Infrastruktur gewährleistet. Der Stromspeicher mit Notstromfunktion und ein Teil der Photovoltaik-Anlage wurde durch die KEM Investitionsförderung des Klima- und Energiefonds gefördert. KEM Investitionsförderung Bauhofmitarbeiteraustausch Oktober 2022

Photovoltaikanlage und Stromspeicher als Blackout-Vorsorge

Viele Menschen glauben, mit einer eigenen Photovoltaikanlage wären sie für einen Stromausfall gewappnet. Herkömmliche Photovoltaikanlagen funktionieren aber nicht ohne Netzanschluss. Bei einem Stromausfall schaltet sich der Wechselrichter automatisch ab und der erzeugte Strom kann nicht mehr genutzt werden. Das passiert zum Schutz aller, die versuchen, die Stromversorgung im öffentlichen Netz wiederherzustellen. Es gibt aber eineMöglichkeit, um eine Photovoltaikanlage als Blackout-Vorsorge zu nutzen: Bei einer Insellösung inklusive Speicher läuft Ihre Anlage völlig unabhängig vom Netz und kann die Weiterversorgung mit Strom auch bei einem Stromausfall gewährleisten. Das funktioniert so: Ein Wechselrichter mit Notstromfunktion koppelt sich bei einem Stromausfall vom Netz ab und schaltet auf „Inselbetrieb“ um. Dadurch ist die Photovoltaikanlage wieder in der Lage, eigenständig Energie zu erzeugen.Während eines Stromausfalls kann allerdings kein Ausgleich über das Netz stattfinden. Überschüssige Energie kann also nicht eingespeist werden. Daher wird ein Speicher benötigt, der diesen Ausgleich schaffen kann.