Starker Zulauf: Über 170 neue Mitglieder für Energiegemeinschaft Lainsitztal

März 2025 Lainsitztal. Die Energiegemeinschaft (EEG) Lainsitztal ermöglicht ab März 2025 den Stromaustausch für private Haushalte und Wirtschaftstreibende des Lainsitztals. Damit können Einwohner:innen sowie Unternehmen überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen in das Netz einspeisen oder selbst regional produzierten Ökostrom zu meist günstigeren Tarifen als bei herkömmlichen Anbietern beziehen. Ein besonderer Vorteil der Energiegemeinschaft ist die enorme Ersparnis bei den Netzgebühren und Abgaben von über 5 Cent pro kWh für Strombezieher:innen. Seit vergangenem Jahr bereits tauschen die sechs Gemeinden innerhalb ihrer kommunalen Gebäude selbst erzeugten Photovoltaik-Strom. Das Ziel ist es, lokal erzeugte Energie dort zu nutzen, wo sie gerade benötigt wird. „Es war uns immer wichtig, dass alle Lainsitztaler:innen an einer Energiegemeinschaft teilnehmen und von den Vorteilen profitieren können!“, erklärt Klaus Stebal, Obmann der Energiegemeinschaft, der gemeinsam mit den zuständigen Gemeinderäten der Lainsitztal-Gemeinden die EEG strategisch leitet. Über 350 Zählpunkte bereits angemeldet Die EEG Lainsitztal hat bereits über 350 Zählpunkte zum Stromtausch angemeldet, was die enorme Nachfrage und das Interesse in der Region widerspiegelt. Aktuell zeigt eine erste Schätzung das Potenzial von 2.000 Megawattstunden an regionalem erneuerbarem Strom auf. „Die Resonanz ist überwältigend. Wir sind stolz darauf, dass sich so viele Bürger:innen sowie Gewerbetreibende aktiv an dieser nachhaltigen Lösung beteiligen“, erklärt Patrick Layr, Kleinregionssprecher. Interesse kann laufend bekundet werden “Wir laden alle Interessierten, ob Einspeiser oder Abnehmer, dazu ein, Teil dieser innovativen Bewegung zu werden“, betont Klima- und Energiemodellregions-Managerin und Ansprechpartnerin Verena Litschauer. Ab 01.07.2025 werden wieder neue Mitglieder aufgenommen, Interesse kann laufend online bis Ende April bekundet werden. Weitere Informationen unter www.kem-lainsitztal.at    Zur Interessensbekundung: Energiegemeinschaften Niederösterreich Kontakt: KEM Managerin Verena Litschauerkem@gross.schoenau.at02815/77270-14

Modellregion Lainsitztal geht in die 6. Runde

Lainsitztal. Die seit 2010 bestehende Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal setzt ihre Arbeit unter dem Motto „Übermorgen selbst versorgen – Jeder Schritt zählt“ für weitere drei Jahre fort. Die Gemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, St.Martin, Unserfrau-Altweitra und Weitra bilden gemeinsam die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Lainsitztal. Bereits seit 2010 engagieren sich die sechs Gemeinden für Klimaschutzprojekte in der Region. So sind mittlerweile alle öffentlichen Gebäude in der Region ölfrei und bereits 40 % der kommunalen Fahrzeuge werden elektrisch betrieben. Durch das Pilotprojekt „Raus aus Öl“ konnten allein in den Jahren 2019 bis 2022 mehr als 200 Ölheizungen ersetzt werden, was einer Reduktion von rund 55 % entspricht. Im Bereich erneuerbarer Energien hebt sich die Region ebenfalls hervor: „Mit 1,37 kWp installierter Photovoltaik-Leistung pro Einwohner liegen wir im Lainsitztal klar über dem niederösterreichischen Durchschnitt von 0,93 kWp.“, so Obmann Klaus Stebal. Zusätzlich wurden zwei erneuerbare Energie-Gemeinschaften (EEEG) gegründet, um die regionale Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu fördern. Auch im Bereich Mobilität wurden Fortschritte erzielt, darunter der Aufbau eines gemeindeübergreifenden Radwegenetzes und die Förderung der Elektromobilität. So waren 2023 28 % der Neuzulassungen in der Region E-Autos – deutlich mehr als der niederösterreichische Durchschnitt von 17 %. Zur Förderung regionaler Wertschöpfung wurde ein Informationsfolder erstellt, der alle Direktvermarkter der Region übersichtlich darstellt. Gleichzeitig entstanden Sanierungspläne für öffentliche Gebäude, und in allen Gemeinden wurden Grundsatzbeschlüsse für den Klimaschutz verabschiedet, die eine klare Prioritätensetzung im Sinne der Energiewende zeigen. Die erfolgreichen Projekte der vergangenen drei Jahre wurden in einem Video zusammengefasst und können auf YouTube eingesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=0Ik33Qn8gWM KEM erreichte 73,4% – KEM Lainsitztal ist eine der besten Regionen Österreichs Die KEM…