Vorbilder im klimafitten Garten gesucht!

Die KLAR! Lainsitztal ist auf der Suche nach deinem klimafitten Garten, der andere inspiriert! Sende uns deine Fotos (mind. 1 MB) mit Beschreibung, Name und Adresse per Email an klar@gross.schoenau.at Wir freuen uns auf deine Einsendung bis zum 31. Juli 2026! Teilnahmebedingungen Klimafitter Garten_finalHerunterladen

KLAR! Flussworkshops: Über 100 Kinder erforschten heimische Gewässer

Kleinregion Lainsitztal. Im Rahmen der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal fanden im Juni 2026 insgesamt sieben Flussworkshops mit Schulen aus der Region statt. Gemeinsam mit Umweltpädagoge Benjamin Herzog erkundeten mehr als 100 Kinder die heimischen Fließgewässer und lernten deren Bedeutung für Natur, Klima und Mensch auf spannende und praxisnahe Weise kennen. KLAR! bringt Kinder ans Wasser: Sieben Flussworkshops in der Kleinregion Lainsitztal Die Workshops führten die Schüler:innen zu verschiedenen Gewässerabschnitten in der Region – darunter die Lainsitz im Gabrielental und in Steinbach, das Rabenloch am Maißbach, der Hirschenwiesbach bei der Holzmühle in Lauterbach, sowie der Buschenbach in Altweitra. Teilgenommen haben Klassen der Volksschulen Großschönau, Moorbad Harbach, St. Martin, Weitra, Unserfrau-Altweitra sowie der Mittelschule Weitra. Im Mittelpunkt der Workshops stand das aktive Erleben des Lebensraumes Fließgewässer. Die Kinder bauten kleine Flöße aus Naturmaterialien, beobachteten die Strömung des Wassers und erforschten mit Keschern die Tierwelt der Bäche. Die gefundenen Wasserlebewesen wurden anschließend unter dem Mikroskop betrachtet und bestimmt. Dabei erfuhren die Schüler:innen viel über die Artenvielfalt in heimischen Gewässern und die wichtige Funktion naturnaher Bäche für das ökologische Gleichgewicht. „Mit den Flussworkshops setzen wir bewusst auf Umweltbildung direkt vor der Haustür. Die Kinder lernen dabei ihre Heimat aus einer neuen Perspektive kennen und entwickeln ein Verständnis dafür, wie wertvoll unsere Gewässer und natürlichen Ressourcen sind. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel ist es wichtig, schon junge Menschen für diese Themen zu sensibilisieren“, betont KLAR!-Managerin Verena Litschauer. Ein herzlicher Dank gilt den teilnehmenden Schulen und Lehrkräften sowie Umweltpädagoge Benjamin Herzog für die fachkundige Begleitung.

Renaturierung Pertholzer Moor: Vorbereitungen für Herbst 2026 angelaufen

Mai 2025 Mit dem Biodiversitätsprojekt „Renaturierung Pertholzer Moor“ setzt die Gemeinde Bad Großpertholz gemeinsam mit dem Bund und regionalen Partnern einen wichtigen Schritt zum Schutz eines ökologisch wertvollen Hochmoores. Ziel des Projekts ist es, den natürlichen Wasserhaushalt des Moores wiederherzustellen und damit die Voraussetzungen für langfristiges Moorwachstum, den Erhalt seltener Lebensräume sowie einen wirksamen Klima- und Wasserschutz zu schaffen. Die Umsetzung wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundes mit rund 120.000 Euro zu 100 % gefördert. Aktueller Projektstand Im Februar 2026 wurde das Ingenieurbüro für Biologie – Mag. Axel Schmidt mit der Umsetzungsplanung, Begleitung und Berichterstattung für das Biodiversitätsprojekt „Renaturierung Pertholzer Moor“ beauftragt. Damit starteten die Vorbereitungen für die baulichen Maßnahmen im Herbst/Winter 2026. Vor Ort wurden bereits die Positionen der geplanten Grabensperren festgelegt und ausgepflockt. Bodensondierungen sowie Torfbeprobungen lieferten hierfür wichtige Daten. Während ein digitales Höhenmodell die groben Abstände zwischen den Sperren vorgibt, werden diese im nächsten Schritt im Gelände exakt eingemessen und markiert. © Axel Schmidt © Axel Schmidt

Klimaregion setzt Maßnahmen für mehr Schatten und Aufenthaltsqualität

Lainsitztal. Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal unterstützt Gemeinden bei Maßnahmen gegen zunehmende Hitzeperioden und sorgt damit für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Im Rahmen der KLAR! Lainsitztal wurden Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 43.900 Euro umgesetzt. Die Fördersumme betrug 28.600 Euro. Zu den umgesetzten Projekten zählen Raffstores für die Volksschule Weitra, ein Sonnensegel für den Kindergarten Kalvarienberg in Weitra und ein Sonnensegel für den Spielplatz in Harmanschlag sowie fünf neu gepflanzte Bäume beim Informationsblockhaus im Naturpark Nordwald in Bad Großpertholz. Durch diese Maßnahmen werden an heißen und sonnigen Tagen Schatten geschaffen, das Mikroklima verbessert und die Aufenthaltsqualität für Kinder sowie Besucher:innen erhöht. Fördersumme: 28.658 € Investitionsvolumen: 43.902€

Bio- und Energiemesse in Großschönau

Es ist dieses besondere Gefühl, wenn neue Ideen auf echte Möglichkeiten treffen. Wenn man spürt: Hier entsteht Zukunft. Genau das macht die BIOEM aus. Von 4. bis 7. Juni 2026 wird das Waldviertel wieder zum Treffpunkt für alle, die nachhaltiges Bauen, innovative Energie und bewusstes Leben neu denken möchten. Rund 200 Aussteller zeigen, wie sich unsere Lebensräume verändern – und wie wir sie aktiv mitgestalten können. Doch die BIOEM ist mehr als eine Messe. Sie ist ein Erlebnis. Ein Ort, an dem Innovation auf Lebensqualität trifft, an dem Gespräche entstehen und Inspiration wächst. Sanieren ist das neue Bauen. Bestehendes neu denken, Ressourcen sinnvoll nutzen und Gebäude fit für die Zukunft machen – darum geht es auf der BIOEM. Moderne Energielösungen wie Photovoltaik, Wärmepumpen und intelligente Speichersysteme zeigen, wie nachhaltiges Leben heute funktioniert. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der nachhaltige Ressourcenmarktplatz der BIOEM: Er vernetzt Anbieter und Interessierte rund um Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Lösungen – und macht sichtbar, wie wertvoll bestehende Ressourcen für die Zukunft sind. Dazu wird es auch Workshops und Vorträge geben, die praxisnahe Einblicke und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten bieten. Sonderthema: Generationengerechtes Bauen & Sanieren Im Mittelpunkt steht der Mensch in allen Lebensphasen. Generationengerechtes Bauen bedeutet, Wohnräume so zu gestalten, dass sie flexibel, barrierearm und langfristig nutzbar bleiben. So entstehen Lebensräume, die Sicherheit, Komfort und Selbstbestimmung vereinen. Fokus: Regionale Energiesicherheit Die BIOEM zeigt, wie unabhängige und regionale Energieversorgung gelingen kann. Innovative Lösungen machen deutlich, wie Haushalte und Gemeinden ihre Energie selbst erzeugen, speichern und effizient nutzen können – ein wichtiger Schritt in eine sichere Zukunft. Klimafitter Wald 2.0 Auch der Wald als Lebensraum und Klimafaktor steht im Fokus. „Klimafitter Wald 2.0“ zeigt, wie nachhaltige Bewirtschaftung, widerstandsfähige…

Wasser clever nutzen

Haushalt und Garten Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen: längere Hitzeperioden, Trockenzeiten und gleichzeitig immer öfter Starkregenereignisse. Wasser wird dadurch zu einer immer wertvolleren Ressource. Umso wichtiger ist es bewusst und sparsam damit umzugehen sowohl im Haushalt als auch im eigenen Garten. Mit einfachen Maßnahmen kann jeder einen Beitrag leisten. Wasser sparen im Haushalt - Im Alltag lässt sich oft mehr Wasser sparen, als man denkt und das ganz ohne großen Aufwand: Kurz duschen statt baden: Ein kurzer Duschgang verbraucht deutlich weniger Wasser als ein Vollbad. Wasserhahn zudrehen: Beim Zähneputzen oder Einseifen nicht unnötig Wasser laufen lassen. Sparsame Geräte nutzen: Moderne Waschmaschinen und Geschirrspüler benötigen weniger Wasser, am besten immer im Eco-Programm. Wasch- und Geschirrspülmaschine nur voll beladen starten. Kleine Reparaturen ernst nehmen: Ein tropfender Wasserhahn kann über das Jahr mehrere hundert Liter Wasser verschwenden. Diese kleinen Änderungen im Alltag helfen nicht nur der Umwelt, sondern sparen auch Kosten. Wasser sparen im Garten - Bewässerung clever gestalten Der Garten bietet großes Potenzial Wasser zurückzuhalten, sinnvoll zu nutzen und Verschwendung zu vermeiden: Richtig gießen: Am besten früh morgens oder abends so verdunstet weniger Wasser. Seltener, aber dafür gründlich gießen: Das fördert tiefere Wurzeln und macht Pflanzen widerstandsfähiger. Heimische, klima- und hitzeresistente Pflanzen wählen: Sie kommen mit weniger Wasser aus und sind besser an unsere Bedingungen angepasst. Mulchen (z. B. mit Rindenmulch oder Grasschnitt): Hält die Feuchtigkeit im Boden. Regenwassersammlung und -nutzung Regenwasser ist kostenlos und ideal für den Garten: Gesammeltes Regenwasser aus Regentonnen oder Zisternen ist perfekt für die Gartenbewässerung. Die Sammlung von Regenwasser und Versickerungsmöglichkeiten im Garten oder auf dem eigenen Grundstück (wenig Versiegelung) kann die Kanalisation der Gemeinde…

Vortrag „Neue Arten im Garten“

Großschönau. Am 7.5.2026 lud die Klimawandel-Anpassungsmodellregion Lainsitztal zum Vortrag „Neue Arten im Garten – Vielfalt fördern, invasive Pflanzen vorbeugen“ nach Großschönau ein. Referentin und Regionalberaterin von Natur im Garten, Lena Karasek, informierte dabei über die Chancen vielfältiger Gartenbepflanzung sowie über den bewussten Umgang mit invasiven Pflanzenarten. Die Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich über die zunehmende Ausbreitung gebietsfremder Pflanzenarten und deren Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft zu informieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Gärten klimafit, naturnah und gleichzeitig pflegeleicht gestaltet werden können. Vielfältig bepflanzte Gärten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten auch wertvolle Lebensräume für Tiere und leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimawandelanpassung. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, dass sich manche Pflanzen stark ausbreiten und heimische Arten verdrängen können. Anschaulich erklärte Lena Karasek, welche Pflanzen problematisch werden können, welche naturnahen Alternativen sich anbieten und wie Gartenbesitzer:innen mit einfachen Maßnahmen die Artenvielfalt fördern können. Besonders deutlich wurde dabei, dass der Klimawandel die Ausbreitung invasiver Neophyten zusätzlich begünstigt. Höhere Temperaturen und veränderte Wetterbedingungen schaffen zunehmend ideale Voraussetzungen für diese Pflanzenarten, wodurch heimische Ökosysteme unter Druck geraten. „Es ist wichtig, frühzeitig über invasive Neophyten zu informieren und gemeinsam Maßnahmen zu setzen. Nur so können wir verhindern, dass sich problematische Arten weiter ausbreiten und langfristige Schäden verursachen. Das wird nicht das letzte Angebot zu diesem Thema gewesen sein, in den nächsten Jahren wollen wir das Thema verstärkt in der Kleinregion Lainsitztal aufgreifen.“, betont KLAR!-Managerin Verena Litschauer. Am Bild v.l. KLAR! Obfrau und BGM Elisabeth Wachter, Natur im Garten Beraterin Lena Karasek und KLAR!-Managerin Verena Litschauer

Klimatour durch das Lainsitztal

Am Freitag, dem 17. April 2026, fand die erste Regionstour der KLAR! und KEM Lainsitztal in der Kleinregion statt. Zahlreiche Gemeindevertreter:innen der sechs Gemeinden nutzten die Gelegenheit, sich über erfolgreiche Best-Practice-Beispiele in der Region in den Bereichen Klimawandelanpassung und Klimaschutz zu informieren. Start in Unserfrau-AltweitraDen Auftakt bildete ein Lokalaugenschein in Altweitra, bei der eine gemeindeeigene wiederaufgeforstete Waldfläche Richtung Ulrichs besichtigt wurden. Im Fokus stand die Anpassung der Waldbewirtschaftung an veränderte klimatische Bedingungen, insbesondere durch klimaresiliente Baumarten wie Schwarzerlen und Stieleichen. Weiter ging es nach WeitraIn Weitra wurden Projekte zur Verbesserung des Mikroklimas und Entlastung der Kanalisation vorgestellt. Dazu zählte das Gründach des Kindergartens Kalvarienberg und die Retentionsbecken mit Versickerungsmöglichkeit der anfallenden Regenwässer in der neuen Siedlung Reinprechtsfeld. Zudem wurde auch der neu gestaltete Straßenzug Mittergraben mit versickerungsfähigen Parkflächen besichtigt. Letzte Station GroßschönauNeben dem versiegelungsarmen Parkplatz vor dem Gemeindezentrum mit Gasthaus, Ärztin, Tourismusinformation und Volksschule widmete man sich in Großschönau dem Thema Trinkwasserversorgung, bei dem der Hochbehälter besucht wurde. Der siebente Besichtigungspunkt der Regionstour war das innovative Energiemanagementsystem in der Volksschule Großschönau. Als letzte Station wurde der Bauhof Großschönau, mit seiner Fassaden-Photovoltaik-Anlage besichtigt. Der gemeinsame Ausklang fand im Waldviertler Stüberl in Großschönau statt.

Projektauftakt Renaturierung Pertholzer Moor

Bad Großpertholz. Am 11. März 2026 fand die erste Auftaktbesprechung des Kernteams zum großen Renaturierungsprojekt im Pertholzer Moor in der Gemeinde Bad Großpertholz statt. Das Projekt wird durch eine 100-prozentige Förderung des Bundes aus dem Biodiversitätsfonds finanziert. Das rund 2,8 Hektar große Pertholzer Moor ist ein ökologisch wertvolles Hochmoor. Der Großteil der Fläche wird von einem standorttypischen Rotföhren-Moorwald geprägt. Dazwischen befinden sich kleinere offene und feuchte Bereiche mit Übergangs- und Schwingrasenmooren, die zahlreichen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten. Durch historische Eingriffe hat sich die hydrologische Situation des Moores jedoch deutlich verschlechtert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Entwässerungsgräben angelegt und Torf abgebaut, zunächst als Brenntorf und später für die Gewinnung von Heilpeloid. Entlang der Entwässerungsgräben sowie in den Randbereichen findet heute kaum noch Torfwachstum statt. Gleichzeitig beginnt sich der Torfkörper in Teilbereichen zunehmend und unumkehrbar zu zersetzen, wodurch typische Moorlebensräume an Ausdehnung verlieren. Neben dem Rückgang wertvoller Lebensräume gehen dadurch auch wichtige Ökosystemleistungen verloren. Intakte Moore speichern große Mengen an Kohlenstoff, tragen zur Klimaregulation bei und erfüllen eine bedeutende Funktion beim Wasserrückhalt und der natürlichen Filterung von Wasser. Ziel des Projekts ist es daher, durch gezielte Maßnahmen die Hydrologie des gesamten Moorkörpers zu stabilisieren und zu verbessern. Moorwachstum und Torfbildung sollen dadurch indirekt gefördert werden. Geplant ist der Einbau von 42 Lärchenspundwänden, mit denen bestehende Entwässerungsgräben deaktiviert und der Moorwasserspiegel dauerhaft angehoben werden soll. Ergänzend werden Geländeanpassungen in ehemaligen Abbaubereichen vorgenommen, um die Austrocknung und weitere Mineralisierung des verbliebenen Torfes zu stoppen und die Voraussetzungen für eine natürliche Regeneration zu verbessern. Langfristig soll dadurch wieder sekundäres Moorwachstum einsetzen, sodass sich standorttypische Moorlebensräume ausbreiten können. Gleichzeitig werden die Wasserspeicherfunktion…