Exkursion und Workshop Weiserflächen

Unserfrau-Altweitra. Im Rahmen der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal fand am 6. März eine Exkursion zu Wildverbissvergleichsflächen im Raum Heinrichs bei Weitra statt. Zahlreiche Waldbäuer:innen, Jäger:innen sowie Vertreter der Jagdorganisationen nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über das Zusammenspiel von Wald und Wild auszutauschen. Die erste Station führte zu einer sogenannten Weiserfläche am Waldgrundstück von Gemeinderat Christian Gruber, die im Zuge der KLAR! vor ein paar Jahren errichtet wurde. Dort wurde in einem Gruppen-Workshopformat über zentrale Fragen zur Wald-Wild-Thematik diskutiert. Die Waldeigentümer – und bewirtschafter setzten sich mit der Frage auseinander, welche Maßnahmen sie selbst ergreifen können, um den Lebensraum für Reh- und anderes Schalenwild zu verbessern – etwa durch strukturreiche Waldränder, Durchforstung, Äsungsflächen/Wildacker/Wildwiese oder vielfältige Waldstrukturen im Wald. Die Gruppe der Jäger beschäftigte sich mit der Frage, welche Beiträge von jagdlicher Seite notwendig sind, damit Naturverjüngung besser aufkommen kann. Dabei wurden unter anderem die optimale Platzierung der Fütterung, Begrünung von Wegen, Standort der Hochstände, sowie eine gute Abstimmung mit den Waldbesitzern diskutiert. Im Anschluss führte die Exkursion weiter zu einer zweiten Weiserfläche nach Oberlembach, auf das Waldgrundstück von Forstwirtschaftsmeister und Jäger Josef Laier, der auch den Nachmittag leitete. Anhand der dortigen Vergleichsflächen wurde anschaulich gezeigt, wie sich der Wald mit und ohne Einfluss von Wildverbiss entwickelt und welche Baumarten sich an diesem Standort natürlich verjüngen können. Die Exkursion mit Workshop-Charakter zeigte einmal mehr, dass eine erfolgreiche Anpassung der Wälder an den Klimawandel nur im Zusammenspiel von Forstwirtschaft und Jagd gelingen kann. Kontrollflächen bieten dabei eine wichtige Grundlage, um Entwicklungen im Wald sichtbar zu machen und einen sachlichen Austausch zu ermöglichen. Besonders wertvoll war der offene Austausch zwischen Hegeringleiter:innen, Jäger:innen, Jagdausschussobmännern,…

Vorbilder im klimafitten Garten gesucht!

Die KLAR! Lainsitztal ist auf der Suche nach deinem klimafitten Garten, der andere inspiriert! Sende uns deine Fotos (mind. 1 MB) mit Beschreibung, Name und Adresse per Email an klar@gross.schoenau.at Wir freuen uns auf deine Einsendung bis zum 31. Juli 2026! Teilnahmebedingungen Klimafitter Garten_finalHerunterladen

Einladung Holzstammtisch

Herzliche Einladung zum Holzstammtisch gemeinsam mit der Waldwirtschaftsgemeinschaft Weitra am 12. März 2026 in Ulrichs bei Weitra!

Holzstammtisch am 15.01.2026

Am 15. Jänner 2026 fand in der Genussoase St. Martin der erste Holzstammtisch des Jahres statt, der gemeinsam von der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal und der Waldwirtschaftsgemeinschaft (WWG) Weitra organisiert wurde. Über 80 Waldbesitzer:innen nutzten die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zur Erlössteigerung durch fachgerechte Holzausformung zu informieren. Waldbetreuer Marcel Rauscher erläuterte in seinem Vortrag praxisnah, wie Holzmengen berechnet werden, wie Sägerundholz übernommen wird und welche Qualitätsmerkmale entscheidend für den Erlös sind. Auch Sonderformen sowie die verstärkte Vermarktung von Laubholz als Teil einer klimawandelangepassten Waldbewirtschaftung wurden thematisiert. Obmann der WWG Weitra, Johann Gattringer, präsentierte den Rückblick auf das Jahr 2025: Die WWG Weitra setzte im vergangenen Jahr eine beachtliche und qualitativ hochwertige Gesamtmenge an Holz über alle Sortimente ab, und ist mit ihrer aktuellen Mitgliederanzahl größte Waldwirtschaftsgemeinschaft Niederösterreichs. Geschäftsführer der WWG-Holz Handels GmbH Benedikt Hrouza gab einen Überblick über den Rundholzmarkt und betonte das aktuell gute Preisniveau sowie die Bedeutung einer kontinuierlichen Holzlieferung. Die nächsten Holzstammtische der WWG Weitra finden am 12. Februar 2026 zum Thema „Aufforstung vs. Naturverjüngung – Chancen und Grenzen“ im Gasthaus Pöhn in Nondorf sowie am 12. März 2026 im Dorfhaus Ulrichs bei Weitra  zum Thema „Waldbewirtschaftung/Waldbetreuung – Wo steckt der Euro wirklich drinnen?“ statt.

9 Bildungseinrichtungen mit „Natur im Garten“ Plakette ausgezeichnet

Vier Kindergärten und fünf Schulen im Lainsitztal mit „Natur im Garten“ Plakette ausgezeichnet Auch Kindergärten und Schulen können sich in Niederösterreich mit der „Natur im Garten“ Plakette auszeichnen lassen. Die Initiative trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mehr Zeit in naturnah gestalteten Freiräumen verbringen können, die als Lern- und Erlebnisorte ihre physische, mentale und soziale Entwicklung fördern sowie für Umwelt-, Klima- und Artenschutz sensibilisieren. Naturnah ist ein Schul- oder Kindergarten-Garten dann, wenn er ökologisch bewirtschaftet und gestaltet ist. Naturgartenelemente und heimische Pflanzenarten, unversiegelte Flächen und nützlingsfreundliche Strukturen müssen vorhanden sein. Darüber hinaus soll der Garten vielfältige Möglichkeiten für Forschen, Entdecken und Gärtnern sowie kindliches Naturerlebnis bieten und das Lernen im Freien unterstützen. Erfüllt der Garten die wichtigsten Kriterien, können sich Schulen und Kindergärten mit der „Natur im Garten“ Plakette auszeichnen lassen – die Kernkriterien sind auch hierbei der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf. In der Region Lainsitztal sind es gleich neun Bildungseinrichtungen, die diese Kriterien vorbildhaft erfüllen und dafür dieser Tage mit der „Natur im Garten“ Plakette ausgezeichnet wurden: der Kindergarten Großschönau, die Volksschule Großschönau, der Kindergarten St. Martin, die Volksschule Unserfrau, die MS Bad Großpertholz, der Kindergarten Weitra-Gansberg, der Kindergarten Weitra-Kalvarienberg, die Volksschule Weitra sowie die MS Weitra. Wir gratulieren herzlich! VS Großschönau Kindergarten St.Martin Kindergarten Weitra - Gansberg Kindergarten Weitra - Kalvarienberg Mittelschule Bad Großpertholz Mittelschule Weitra VS Großschönau VS Unserfrau VS Weitra

Lainsitztal als „Natur im Garten“ Region ausgezeichnet

Kleinregion mit Vorbildwirkung Alle Gemeinden im Lainsitztal – Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, Sankt Martin, Unserfrau-Altweitra, und Weitra – sind „Natur im Garten“ Partnergemeinden und gestalten und pflegen ihre öffentlichen Grünflächen nach den Kernkriterien der NÖ Umweltbewegung. Durch die Überreichung einer entsprechenden Urkunde wurde die Kleinregion deshalb offiziell zur „Natur im Garten“ Region ernannt. Die Auszeichnung bestätigt das Engagement für eine ökologische und nachhaltige Garten- und Grünraumpflege. Mit der Auszeichnung zur „Natur im Garten“ Region setzt das Lainsitztal ein starkes Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Die Gemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, Sankt Martin, Unserfrau-Altweitra, und Weitra gestalten und pflegen ihre öffentlichen Grünflächen naturnah und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Die „Natur im Garten“ Region dient damit als Vorbild für andere Regionen und zeigt, dass gemeinschaftliches Handeln im Sinne der Natur große Wirkung erzielen kann. Die Überreichung einer entsprechenden Urkunde soll weitere Kleinregionen motivieren, den Weg der ökologischen und nachhaltigen Grünraumgestaltung einzuschlagen bzw. weiter zu verfolgen. „Dass alle Gemeinden im Lainsitztal ‚Natur im Garten‘ Partnergemeinden sind, zeigt unser gemeinsames Engagement für eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft. Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass es möglich ist, auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf zu verzichten, ohne eine attraktive und vielfältige Grünraumgestaltung einbüßen zu müssen. Unsere Region ist damit ein Vorbild für andere Gemeinden und Kleinregionen“, so der Sprecher der Kleinregion Lainsitztal, Bürgermeister Patrick Layr. „Natur im Garten“ fördert seit 1999 das ökologische Gärtnern in Niederösterreich und darüber hinaus. Die Bewegung setzt sich dafür ein, dass Gärten und Grünräume ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torf gestaltet und gepflegt werden. Die Einhaltung dieser…

Umsetzungsprojekte in der KLAR! Lainsitztal 2024-25

In den vergangenen Monaten wurden einige Umsetzungsprojekte in den verschiedensten Bereich in den KLAR!-Gemeinden umgesetzt: Großschönau: Optimierung des versiegelungsfreien Parkplatzes beim Gesundheitshaus In der Gemeinde Großschönau wurde 2023 ein versiegelungsfreier Parkplatz errichtet. Nach einjähriger Nutzung waren jedoch einige Adaptionen notwendig. Die Gemeinde Großschönau setzte bei der Gestaltung der neuen Stellflächen bei den Sportanlagen und der Ärztin auf eine klimafitte und zugleich kosteneffiziente Lösung. Anstelle herkömmlicher Asphaltflächen wurde die bestehende Parkfläche um einen begrünten (Rasengittersteine) Parkplatz erweitert, der den Grünanteil im Siedlungsraum deutlich erhöht. Bäume und Sträucher fördern nicht nur die Biodiversität, sondern spenden auch wohltuenden Schatten. Dank der versickerungsoffenen Bauweise kann Regenwasser direkt vor Ort aufgenommen und verdunstet werden – ein natürlicher Kühlungseffekt entsteht. Gleichzeitig wird die Kanalisation bei Starkregenereignissen spürbar entlastet. Moorbad Harbach: Integrierte grenzüberschreitende Waldbrandmanagementstrategie Die Gemeinde Moorbad Harbach liegt an der tschechischen Grenze und hat eine  grenzüberschreitende Zusammenarbeit hinsichtlich Waldbrandmanagement mit den tschechischen Nachbarn initiiert und diverse Aktivitäten organisiert. Es wurde eine Waldbrand-Übung durchgeführt, ein Film gedreht, ein Wörterbuch erstellt und darauf aufbauend ein Sprach- und Verständigungskurs durchgeführt. Das Projekt wird mit August 2025 abgeschlossen. Die Erkenntnisse und Erfahrungen werden im Zuge der KLAR! an die anderen fünf Gemeinden weitergegeben. Copyright Gemeinde Moorbad Harbach (Quelle Präsentation 26. 05. 2025 Treffen Lainsitztal und CZ in am SP) Unserfrau Altweitra: Anlegen einer Pollinatorhecke beim Baseballplatz in Altweitra In der Gemeinde Unserfrau-Altweitra wurde eine Wildhecke als Sichtschutz beim Baseballplatz in Altweitra angelegt. Die neu gepflanzte Hecke aus u.a. Dirndl, Schwarzer Holunder, Felsenbirne, Traubenkirsche und Kreuzdorn hat neben der Funktion als Sichtschutz eine hohe ökologischer Bedeutung: Sie bietet Vögeln, Insekten und Amphibien das ganze Jahr über eine wertvolle Nahrungsquelle und…