Workshop: Energiegemeinschaft gestaltet die Entwicklung einer App zur Optimierung der Stromnutzung

Wie kann eine App im Alltag dabei helfen, den eigenen Stromverbrauch spielend leicht an das schwankende, regionale Stromangebot unserer Energiegemeinschaft anzupassen? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich die Teilnahmer:innen intensiv beim zweiten praxisnahen Workshop am Sonnenplatz Großschönau, der im Rahmen des Leitprojekts Erneuerbares Waldviertel und dem Forschungsprojekt der Donau Uni Krems (Optiflex) stattfand.

Nachdem im ersten Workshop gemeinsam untersucht wurde, wie Strom aus Energiegemeinschaften besser genutzt werden kann und welche Anforderungen eine unterstützende App aus Nutzersicht erfüllen sollte, ging es dieses Mal einen großen Schritt weiter in die Praxis.

Vom Konzept zur konkreten App-Oberfläche

Gemeinsam mit engagierten Mitgliedern von Energiegemeinschaften wurden die Anforderungen an eine App zur Optimierung der Stromnutzung konkretisiert – von den wichtigsten Informationen bis hin zur Gestaltung des Interfaces. In kreativen Arbeitsgruppen wurde intensiv diskutiert und entworfen. Dabei standen Fragen im Fokus, welche Kerninformationen sofort auf einen Blick sichtbar sein müssen und wie sich die App im oft stressigen Alltag möglichst intuitiv und zeitsparend bedienen lässt. Zum Abschluss des Workshops entstanden sogar erste, handgezeichnete Skizzen möglicher Bildschirmansichten.

Vielfalt der Perspektiven als Schlüssel zum Erfolg

Besonders wertvoll war auch dieses Mal der breite Mix an Perspektiven. Da der Energieverbrauch eines Zuhauses von allen Familienmitgliedern gleichermaßen auf unterschiedliche Weise beeinflusst wird, folgten viele Haushalte unserem Aufruf, mit mehreren Personen teilzunehmen. Ob technikaffine Köpfe, die sich für die Backend-Daten interessieren, oder jene Familienmitglieder, die primär Waschmaschine, Geschirrspüler und Co. regelmäßig bedienen – jede Stimme floss in die Gestaltung der App ein.

Ausblick: Die Anwendungsphase startet im Herbst

Die Impulse, Ideen und Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nun von einem Entwicklerteam analysiert und fließen direkt in die Weiterentwicklung der App ein. Der Sommer steht ganz im Zeichen der technischen Feinabstimmung, denn im Herbst startet die mit Spannung erwartete Anwendungsphase mit den ersten Testhaushalten.

In dieser Phase werden ausgewählte Haushalte mit einem Smart-Meter-Adapter ausgestattet, um die entwickelte Anwendung bis zum Jahresende unter realen Bedingungen auf Herz und Nieren zu prüfen. Denn die besten digitalen Lösungen entstehen nicht einsam am Schreibtisch, sondern gemeinsam mit den Menschen, die sie später im täglichen Leben nutzen.