Verena Litschauer von der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Lainsitztal wurde zur „KEM-Managerin des Jahres 2026“ nominiert. Insgesamt wurden sechs KEM-Manager:innen – drei Frauen und drei Männer – aus rund 130 KEMs für diese besondere Auszeichnung ausgewählt und im Rahmen des Netzwerktreffens aller KEM-Manager:innen in Bad Schallerbach vorgestellt und gewählt.
„Unsere KEM-Manager:innen leisten täglich herausragende Arbeit in den Regionen. Umso mehr freut es uns, dass sich dies in der Nominierung unserer KEM-Managerin aus dem Lainsitztal widerspiegelt und honoriert wird“, betont KEM-Obmann Klaus Stebal.
Die KEM Lainsitztal umfasst die sechs Gemeinden Bad Großpertholz, Großschönau, Moorbad Harbach, St.Martin, Unserfrau-Altweitra sowie Weitra und setzt seit über 15 Jahren zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energie und nachhaltige Regionalentwicklung um. Schwerpunkte liegen unter anderem auf dem Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern, regionalen Energiegemeinschaften, nachhaltiger Mobilität, Bewusstseinsbildung, nachhaltigem Konsum sowie der Nutzung und Belebung von Leerständen. Ziel ist es, gemeinsam mit Gemeinden, Betrieben und der Bevölkerung konkrete Lösungen für eine klimafitte und lebenswerte Region umzusetzen.
Verena Litschauer ist seit 2019 KEM-Managerin im Lainsitztal und begleitet seit 2021 zusätzlich auch die Klimawandel-Anpassungsmodellregion Lainsitztal, das Pendant zur KEM im Bereich Klimawandelanpassung.
In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Bereits in der Pilotphase von „Raus aus dem Öl“ wurden innerhalb von drei Jahren rund 50 Prozent aller privaten Ölheizungen in der Region auf erneuerbare Wärmesysteme umgestellt. Auch das gemeindeübergreifende Alltagsradwegenetz, das mit dem Mobilitätspreis des Landes Niederösterreich ausgezeichnet wurde, zählt zu den Vorzeigeprojekten der Region. Beide Projekte waren zudem als „KEM-Projekt des Jahres“ nominiert. Darüber hinaus entwickelte sich das Lainsitztal durch intensive Bewusstseinsarbeit und umfassende Beratung zur PV-Spitzenregion Niederösterreichs pro Einwohner.
„Die Nominierung freut mich sehr und ist für mich vor allem eine Anerkennung für die vielen engagierten Menschen in unserer Region. Erfolgreicher Klimaschutz funktioniert nur gemeinsam – mit Gemeinden, Betrieben, Projektpartner:innen und einer Bevölkerung, die bereit ist, Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Verena Litschauer.
Die KEM Lainsitztal bedankt sich bei allen Mitgliedsgemeinden, Projektpartner:innen sowie allen engagierten Bürger:innen für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Petition zur langfristigen Sicherung von KEM und KLAR!
Aufgrund der geplanten Budgetkürzungen auf Bundesebene wird derzeit mit einer Petition der Erhalt und die langfristige Absicherung der erfolgreichen Förderprogramme KEM und KLAR! gefordert. Unterstützen auch Sie die Initiative unter: www.openpetition.org/gxzbz

Verena Litschauer (rechts) mit Gewinnerin Stephanie Steinböck (KEM Inn-Hausruck, OÖ) (Mitte) und die weitere nominierte Andrea Moser (KEM ökoEnergieland, Südburgenland)