Fragebogen zur Optimierung kommunaler PV-Anlagen

Seitens der KEM Lainsitztal wurde ein Fragenbogen 2025 entwickelt, um Gemeinden bei der Bewertung ihrer bestehenden Photovoltaikanlagen zu unterstützen. Er dient als strukturierte Grundlage, um Optimierungspotenziale systematisch zu erfassen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Der Fragebogen behandelt unter anderem folgende Themenbereiche: Allgemeine Anlagendaten (Leistung, Eigenverbrauch, Überschusseinspeisung, Energiegemeinschaften und Monitoring) Nutzung von PV-Strom für die Warmwasserbereitung Einsatz und Potenzial von Batteriespeichern Nutzung von Photovoltaik für die Elektromobilität Intelligente Steuerung und Lastverschiebung zur Erhöhung des Eigenverbrauchs Möglichkeiten zur Umstellung auf strombasierte Heizsysteme Technischer Zustand der Anlagen sowie Wartungs-, Erweiterungs- und Modernisierungspotenziale Für jede Anlage können Antworten, Kommentare und Empfehlungen dokumentiert werden. Dadurch entsteht eine übersichtliche Entscheidungsgrundlage für Gemeinden, um wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung des Eigenverbrauchs, zur besseren Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms und zur langfristigen Erhöhung der Energieeffizienz umzusetzen. Die Vorlage soll anderen KEMs sowie Gemeinden als Best-Practice-Beispiel dienen und kann heruntergeladen, verwendet und an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Der Fragenbogen wird von der KEM Lainsitztal laufend weiterentwickelt und an neue technische sowie rechtliche Rahmenbedingungen angepasst. Ziel ist es, Gemeinden ein praxistaugliches Werkzeug für die Optimierung und den langfristig effizienten Betrieb ihrer Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen. Download: Der Fragenbogen steht hier kostenlos zum Download bereit.

Bio- und Energiemesse in Großschönau

Es ist dieses besondere Gefühl, wenn neue Ideen auf echte Möglichkeiten treffen. Wenn man spürt: Hier entsteht Zukunft. Genau das macht die BIOEM aus. Von 4. bis 7. Juni 2026 wird das Waldviertel wieder zum Treffpunkt für alle, die nachhaltiges Bauen, innovative Energie und bewusstes Leben neu denken möchten. Rund 200 Aussteller zeigen, wie sich unsere Lebensräume verändern – und wie wir sie aktiv mitgestalten können. Doch die BIOEM ist mehr als eine Messe. Sie ist ein Erlebnis. Ein Ort, an dem Innovation auf Lebensqualität trifft, an dem Gespräche entstehen und Inspiration wächst. Sanieren ist das neue Bauen. Bestehendes neu denken, Ressourcen sinnvoll nutzen und Gebäude fit für die Zukunft machen – darum geht es auf der BIOEM. Moderne Energielösungen wie Photovoltaik, Wärmepumpen und intelligente Speichersysteme zeigen, wie nachhaltiges Leben heute funktioniert. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der nachhaltige Ressourcenmarktplatz der BIOEM: Er vernetzt Anbieter und Interessierte rund um Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Lösungen – und macht sichtbar, wie wertvoll bestehende Ressourcen für die Zukunft sind. Dazu wird es auch Workshops und Vorträge geben, die praxisnahe Einblicke und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten bieten. Sonderthema: Generationengerechtes Bauen & Sanieren Im Mittelpunkt steht der Mensch in allen Lebensphasen. Generationengerechtes Bauen bedeutet, Wohnräume so zu gestalten, dass sie flexibel, barrierearm und langfristig nutzbar bleiben. So entstehen Lebensräume, die Sicherheit, Komfort und Selbstbestimmung vereinen. Fokus: Regionale Energiesicherheit Die BIOEM zeigt, wie unabhängige und regionale Energieversorgung gelingen kann. Innovative Lösungen machen deutlich, wie Haushalte und Gemeinden ihre Energie selbst erzeugen, speichern und effizient nutzen können – ein wichtiger Schritt in eine sichere Zukunft. Klimafitter Wald 2.0 Auch der Wald als Lebensraum und Klimafaktor steht im Fokus. „Klimafitter Wald 2.0“ zeigt, wie nachhaltige Bewirtschaftung, widerstandsfähige…

Klimaschutz und Energiewende im Fokus der ersten gemeinsamen Regionstour

Am Freitag, dem 17. April 2026, fand die erste gemeinsame Regionstour der Klima- und Energiemodellregion (KEM) und der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Lainsitztal statt. Zahlreiche Gemeindevertreter der sechs Mitgliedsgemeinden nutzten die Gelegenheit, erfolgreiche Projekte aus den Bereichen Klimaschutz, erneuerbare Energie und Klimawandelanpassung direkt vor Ort kennenzulernen. Nahwärmeheizwerk Weitra Eine Station führte die Teilnehmer zum Nahwärmeheizwerk Kalvarienberg in Weitra. Die Anlage wurde innerhalb von nur vier Monaten Bauzeit errichtet und im Herbst 2023 in Betrieb genommen. Sie versorgt die Volksschule Weitra, das angeschlossene Hallenbad sowie den Kindergarten Kalvarienberg mit regional erzeugter, erneuerbarer Wärme. Die Energie wird durch zwei Hackgutkessel mit jeweils 199 kW Leistung bereitgestellt. Ein 12.000-Liter-Pufferspeicher sorgt für eine effiziente Wärmeversorgung. Das eingesetzte Hackgut stammt überwiegend aus regionaler Forstwirtschaft und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei. Durch die Umstellung auf Nahwärme können jährlich rund 70 Tonnen CO₂ sowie etwa 30.000 m³ Erdgas eingespart werden. Die Anlage ist zudem für eine spätere Erweiterung auf weitere kommunale Gebäude ausgelegt. Intelligentes Energiemanagement in der Volksschule Großschönau Ein weiterer Schwerpunkt der Regionstour war das innovative Energiemanagementsystem (EMS) in der Volksschule Großschönau. Das System vernetzt verschiedene Energieerzeuger, Speicher und Verbraucher und ermöglicht eine intelligente Steuerung des Energieeinsatzes im Gebäude. Durch die laufende Erfassung und Analyse von Energiedaten können Lastspitzen reduziert, Eigenverbrauchsanteile erhöht und Energiekosten gesenkt werden. Das EMS trägt damit wesentlich dazu bei, den Einsatz erneuerbarer Energie optimal zu nutzen und die Energieeffizienz kommunaler Gebäude nachhaltig zu steigern. Die Volksschule Großschönau zeigt damit beispielhaft, wie moderne digitale Technologien zur Unterstützung der Energiewende eingesetzt werden können. PV-Fassade und Stromspeicher beim Bauhof Großschönau Den Abschluss der Regionstour bildete die Besichtigung der Photovoltaik-Anlagen beim Bauhof Großschönau. Besonders beeindruckend ist die…

Effizienter Neubau: Das Dorfzentrum St. Martin

Mit dem neuen Dorfzentrum St. Martin ist ein moderner Mittelpunkt für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Gemeinde entstanden. Das Gebäude vereint Funktionalität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn und schafft einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen. Nachhaltige Energieversorgung und zukunftsorientiertes Gebäudekonzept Ein wesentlicher Bestandteil des nachhaltigen Konzepts des Dorfzentrums ist die Nutzung erneuerbarer Energie. Auf dem Gebäude wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30,96 kWp errichtet. Damit kann ein Teil des benötigten Strombedarfs direkt vor Ort durch Sonnenenergie gedeckt und der Anteil erneuerbarer Energie im Betrieb des Gebäudes erhöht werden. Ergänzend ist ein Stromspeicher mit einer Kapazität von 19,32 kWh und integrierter Notstromfunktion geplant. Der Speicher ermöglicht eine bessere Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms, erhöht die Energieeffizienz und verbessert gleichzeitig die Versorgungssicherheit. Im Falle eines Stromausfalls kann die Notstromfunktion einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung wesentlicher Einrichtungen leisten. Sicherheit für die Gemeinde Im Erdgeschoss des Dorfzentrums befindet sich die Freiwillige Feuerwehr St. Martin. Die modernen Räumlichkeiten erfüllen aktuelle Sicherheits- und Einsatzstandards und bieten optimale Voraussetzungen für den Bevölkerungsschutz. Die zentrale Lage ermöglicht kurze Einsatzwege und stärkt die Sicherheitsinfrastruktur der gesamten Gemeinde. Regionale Nahversorgung neu gedacht Direkt über der Feuerwehr befindet sich das Dorfg'schäft St. Martin – ein moderner Hybridmarkt, der traditionelle Nahversorgung mit innovativen Dienstleistungskonzepten verbindet. Besucherinnen und Besucher finden hier Lebensmittel, Produkte des täglichen Bedarfs und regionale Erzeugnisse unter einem Dach. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Regionalität: Kurze Lieferketten, die Zusammenarbeit mit regionalen Produzentinnen und Produzenten sowie ein wohnortnahes Einkaufsangebot tragen dazu bei, Transportwege zu reduzieren, die lokale Wirtschaft zu stärken und die regionale Wertschöpfung in der Gemeinde zu sichern. Das Dorfg'schäft verbindet nachhaltigen Konsum mit hoher Versorgungsqualität…

Effizienzsteigerung und Nutzungsoptimierung von Photovoltaikanlagen

Wege zu höherem Eigenverbrauch Die Nutzung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Baustein der privaten Stromerzeugung entwickelt. Während die Anschaffungskosten für PV-Module kontinuierlich gesunken sind, rückt die Frage, wie der erzeugte Strom möglichst effizient und kostensparend genutzt werden kann, stärker in den Fokus. Das Hauptziel vieler Anlagenbetreiber besteht darin, den Eigenverbrauch zu maximieren, den Netzbezug zu reduzieren und damit sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch Vorteile zu erzielen. Eine gezielte Optimierung der Anlagen und der angeschlossenen Verbraucher bietet dafür vielfältige Möglichkeiten. Stromverbrauch optimieren – Verbraucher einschalten, wenn die Sonne scheint Ein besonders einfacher und kostengünstiger Ansatz zur Effizienzsteigerung besteht darin, verbrauchsstarke Haushaltsgeräte gezielt während der Sonnenstunden zu betreiben. Dazu zählen insbesondere Waschmaschine, Geschirrspüler, Wäschetrockner, Wärmepumpen, Klimageräte oder die Warmwassererzeugung.  Moderne Haushaltsgeräte verfügen häufig über zeitgesteuerte Programme oder können in Smart-Home-Systeme eingebunden werden. Dadurch wird die Nutzung des PV-Überschusses automatisiert, was sowohl Komfort als auch Wirtschaftlichkeit erhöht. Warum ein Speicher Sinn macht Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Erhöhung des Eigenverbrauchs ist die Installation eines Stromspeichers. Eine PV-Anlage erzeugt tagsüber Strom, meist gerade dann, wenn der Haushalt wenig Verbrauch hat. Abends und nachts hingegen, wenn der Strombedarf steigt (Licht, Kochen, Geräte, Heizung, etc.), ist häufig kein Solarstrom mehr verfügbar. Ohne Speicher wird überschüssiger Tagstrom ins Netz eingespeist und abends wieder teurer Netzstrom bezogen. Ein Stromspeicher fängt genau diesen Überschuss auf und macht ihn später nutzbar. Dadurch kann der Eigenverbrauch deutlich von rund 30–40 % ohne Speicher auf 70 % oder mehr mit Speicher steigen. Weitere Vorteile sind die größere Unabhängigkeit vom Energieversorger, in vielen Fällen stabile Stromkosten über Jahre hinweg und der Speicher kann auch eine…

Energiemanagemensysteme bei KEM ERFA Treffen

Eines der zentralen Schwerpunktthemen des KEM-Erfahrungsaustauschs in der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ in St. Pölten am 11.12.2025 war das Thema 𝐄𝐧𝐞𝐫𝐠𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐦𝐞𝐧𝐭𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦𝐞 (EMS). In diesem Rahmen stellte KEM Managerin Verena Litschauer, den Projektleiter des Reallabor Waldviertel, Marc Albus, vor. Er präsentierte das eigene EMS im Reallabor Waldviertel und stand im Nachgang für die vielen Interessierten für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Weitere Informationen zum Reallabor Waldviertel finden Sie unter Reallabor Waldviertel

Symposium Energiewende am 25.11.2025

Symposium im Waldviertel: Reallabor und Nachhaltiger Ressourcenmarktplatz zeigen Wege zu einer flexiblen und menschengerechten Energiewende Sonnenplatz Großschönau, 25. November 2025 – Wie kann die Energiewende im Waldviertel gelingen – technisch, wirtschaftlich und sozial? Diese Frage stand im Zentrum des gemeinsamen Symposiums des Nachhaltigen Ressourcenmarktplatzes / Vereins TDW Großschönau und des Reallabors 100% Erneuerbares Waldviertel. Die Veranstaltung richtete sich gezielt an Anlagenerrichter und -betreiber aus den Bereichen Photovoltaik, Speichertechnologien und Energiemanagementsysteme (EMS) – jene Akteure also, die durch intelligente Optimierung vor dem Zählpunkt entscheidend zur regionalen Energiewende beitragen können. Bereits in der Einführung wurde die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit deutlich. Die Projektverantwortlichen stellten das Reallabor und den Ressourcenmarktplatz vor – zwei komplementäre Initiativen, die regionale Potenziale vernetzen und die Wertschöpfung im Waldviertel stärken sollen. Projektinitiator Martin Bruckner machte klar, welches wirtschaftliche Potenzial hier liegt: „Alleine im Waldviertel geben wir jährlich zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro für fossile Energie aus.Wenn wir uns vernetzen und gemeinsam handeln, liegt hier ein riesiges Marktpotenzial, das wir heben können.“Marc Albus meinte: „Wir wollen die Willigen verbinden“ – ein Leitmotiv, das den Charakter der Veranstaltung prägte. Projektmanager Marc Albus veranschaulichte im Anschluss, wie einfach die Komponenten und Software des Energiemanagementsystems aufgebaut sind, das als technische Basis im Reallabor eingesetzt wird. Sein Beitrag zeigte, dass komplexe Energiesysteme nutzerfreundlich gestaltet werden können, ohne an Funktionalität einzubüßen. Energieexperte Kurt Leonhartsberger widmete sich den energie- und netztechnischen Herausforderungen in Zeiten des rasanten PV-Ausbaus. Er betonte, dass Haushalte und Betriebe bereits heute wichtige Beiträge leisten können – etwa durch Batteriespeicher, Wärmepumpen oder E-Fahrzeuge – wenn diese vor dem Zählpunkt intelligent angesteuert werden. „Flexibilität und Transparenz sind der Schlüssel“, so Leonhartsberger. Intelligente EMS senken Lastspitzen, optimieren Eigenverbrauch, reduzieren Kosten und entlasten gleichzeitig das Netz. Ein weiterer Schwerpunkt lag…

Erfolgreiches PV-Bürgerbeteiligungsmodell für Bauhof Wultschau

Sommer-Herbst 2025 in der Gemeinde Moorbad Harbach. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Energiezukunft wurde in der Gemeinde Moorbad Harbach gesetzt: Mit einem Sonnenbeteiligungsmodell am Bauhof in Wultschau konnten Bürgerinnen und Bürger direkt in regional erzeugten Sonnenstrom investieren und damit aktiv zur Energiewende beitragen. Gemeinsam mit der EVN wurde am Dach des Bauhofes eine moderne Photovoltaikanlage mit rund 137 kWp Leistung errichtet. Die Anlage umfasst insgesamt 301 Paneele und erzeugt künftig rund 135.000 kWh sauberen Sonnenstrom pro Jahr. Damit können etwa 42 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt und gleichzeitig rund 43 bis 63 Tonnen CO₂ jährlich eingespart werden. Ein Teil des erzeugten Stroms wird direkt für den Betrieb des Bauhofes genutzt. Das Besondere an diesem Projekt: Bürgerinnen und Bürger konnten sich direkt an der Anlage beteiligen. Über das EVN-Sonnenbeteiligungsmodell war es möglich, einzelne PV-Module zum Preis von 400 Euro pro Stück zu erwerben und an die EVN zu vermieten. Die Laufzeit beträgt 13 Jahre, die Verzinsung liegt bei 3 Prozent pro Jahr. Pro Person konnten maximal 20 Paneele erworben werden. Das Interesse an dem Projekt war sehr groß. Bereits kurz nach dem Start meldeten sich zahlreiche Interessierte aus der Gemeinde und der Region. Die verfügbaren Paneele waren rasch vergeben – ein starkes Zeichen dafür, dass nachhaltige Energieprojekte und regionale Beteiligungsmöglichkeiten in Moorbad Harbach auf große Zustimmung stoßen. Mit dem Sonnenbeteiligungsmodell profitiert die Gemeinde gleich mehrfach: Einerseits wird eine bisher ungenutzte Dachfläche sinnvoll genutzt, andererseits bleibt die Wertschöpfung in der Region und Bürgerinnen und Bürger können aktiv an der Energiewende teilnehmen. Nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit geht die Anlage schließlich ins Eigentum der Gemeinde über und liefert weiterhin umweltfreundlichen…

PV-Freiflächenanlage Weitra: Erweiterung bei der Verbandskläranlage umgesetzt

Im Jahr 2025 wurde bei der Verbandskläranlage des Abwasserverbands Lainsitz Mitte in Weitra die bestehende Photovoltaik-Anlage mit einer 50kWp Freiflächenanlage erweitert und damit ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung gesetzt. Mit einer Investition von rund 80.000 Euro konnte die bestehende PV-Anlage sinnvoll ergänzt werden. Anders als bei klassischen Projekten auf Dachflächen wurde hier bewusst eine Freifläche genutzt, um zusätzliche Kapazitäten für die Stromerzeugung zu schaffen. Da nahezu 100 % der erzeugten Energie direkt vor Ort verbraucht werden, lohnt sich eine PV-Anlage besonders. Ziel ist es, die Betriebskosten der Anlage zu senken und diesen wirtschaftlichen Vorteil an die Gemeinden und deren Bürger weiterzugeben. Das Projekt zeigt, dass Freiflächenanlagen eine sinnvolle Ergänzung zu Dachanlagen darstellen können – insbesondere dort, wo geeignete Flächen verfügbar sind und keine Nutzungskonflikte bestehen. Die Umsetzung in Weitra kann somit als gelungenes Beispiel für eine Form der PV-Nutzung gesehen werden. Insgesamt leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und unterstreicht das Potenzial von Photovoltaik auch abseits klassischer Dachlösungen. v.l. BGM Patrick Layr, BGM Otmar Kowar, Bauhofmitarbeiter Stefan Malina und Martin Preisinger (RLH)© Stadtgemeinde Weitra

Energie Infoabend in Moorbad Harbach

Am 28. Apri 2025 veranstaltete die Gemeinde Moorbad Harbach einen Energie-Infoabend mit spannenden Einblicken in aktuelle Themen rund um Energie, Klimaschutz und regionale Entwicklungen. Martin Bruckner von der Klima- und Energiemodellregion Lainsitztal informierte über laufende Aktivitäten und Vorhaben in der Region. Es wurde insbesondere auf die Energiegemeinschaft eingegangen. Marc Anderl von der EVN stellt das geplante Sonnenbeteiligunsmodell am Bauhof Wultschau vor, bei dem Bürgerinnen und Bürger künftig mitwirken können. Energiebeauftragter der Gemeinde Moorbad Harbach - Gottfried Pfeiffer - gab praktische Hinweise zum Thema Stromkosten und Einsparmöglichkeiten im Alltag. Ebenfalls bestand die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Vortragenden ins Gespräch zu kommen. Text und Foto @Gemeinde Moorbad Harbach